S-Bahn: Passagier führt Papagei im Zug spazieren
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S-BahnPassagier führt Papagei im Zug spazieren

In einer S-Bahn fuhr ein Papagei mit. Sein Besitzer genoss die Aufmerksamkeit sichtlich.

von
bz

Ein Passagier sorgte mit einem Papagei auf den Schultern in einer S-Bahn für Aufsehen. (Video: Leser-Reporter)

Die Fahrt in der Zürcher S-Bahn S16 letzte Woche bleibt Leser-Reporterin E. W.* in amüsanter Erinnerung. «Ich dachte, ich sähe nicht richtig. Da sass ein Mann mit einem Papagei auf der Schulter im Zug», berichtet die junge Frau. Der Papagei habe auf dessen Schulter sein Gefieder geputzt. «Das war besonders witzig, weil es aussah, als pickte der Papagei in den Haaren des Mannes.»

Der Tierbesitzer habe die Aufmerksamkeit der Passagiere sichtlich genossen, so die Leser-Reporterin. «Als alle Leute ihr Handy für ein Foto zückten, setzte er den Papagei auf die zugeklappte Sitzreihe und verlangte im Spass 100 Franken für jedes Foto.» Der Papagei ist nicht zum ersten Mal im Zug unterwegs. Bereits Mitte September sorgte der gefiederte Gast in der S16 für Aufmerksamkeit. Damals sass er laut TeleZüri auf einer Armlehne und knabberte Kerne.

Papagei im Käfig zu transportieren, sei hygienischer

Der nationale Tarifverbund CH-Direct hält fest, dass Vögel und ähnliche kleine zahme Tiere in Käfigen, Körben oder anderen geeigneten Behältern als Handgepäck unentgeltlich in die Personenwagen mitgenommen werden dürfen. Werden diese Tiere während der Reise aus ihren Behältern genommen, müssen die Besitzer für jedes Tier den halben Preis der zweiten Klasse oder die allenfalls vorgesehenen Mindestfahrpreise bezahlen. Weiter hält CH-Direct fest, dass solche Tiere nur in geeigneten Behältern auf die Sitzplätze gesetzt werden dürfen.

Die SBB appelliert an den gesunden Menschenverstand. «Nicht zuletzt aus hygienischen Gründen, sondern auch des Tierwohls wegen sollten Passagiere einen Papagei im Zug und am Bahnhof in einem Käfig transportieren», sagt SBB-Sprecher Christian Ginsig.

Pfau und Truthahn im Flugzeug

Auch in Flugzeugen sorgen Passagiere mit Tieren immer wieder für Aufsehen. Im Februar 2018 lief eine Passagierin mit einem Pfau auf ihrer Schulter und einem Gepäckwagen durch den Newark Liberty International Airport in New Jersey. Die Frau wollte das Tier als «emotionalen Begleiter» in ein Flugzeug mitnehmen, was United Airlines jedoch ablehnte.

Mehr Glück hatte eine Passagierin der Delta Air Lines. Truthahn Easter durfte sie auf dem Flug von Seattle nach Salt Lake City begleiten. Bei Easter handelte es sich um ein Therapietier, ein sogenanntes Emotional Support Animal (ESA).

*Name der Redaktion bekannt

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