15.10.2020 08:13

Fahrlässige Körperverletzung in Olten SOPassagier setzt sich in Zug auf liegengelassene Kokain-Spritze

Ein 35-Jähriger liess in einem Regionalzug eine benutzte Kokain-Spritze liegen. Ein anderer Passagier setzte sich am nächsten Morgen aus Versehen auf die Spritze. Nun wurde der Kokain-Konsument verurteilt.

von
Lucas Orellano
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Weil er seine Kokain-Spritze im Zug zurückliess, wurde ein 35-Jähriger wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. (Symbolbild)

Weil er seine Kokain-Spritze im Zug zurückliess, wurde ein 35-Jähriger wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. (Symbolbild)

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Ein Mann stieg am frühen Morgen in Olten SO in einen Regionalzug ein.

Ein Mann stieg am frühen Morgen in Olten SO in einen Regionalzug ein.

KEYSTONE
Als er sich in der ersten Klasse auf einen Sitz niederliess, spürte er einen scharfen Stich in seinem Oberschenkel.   Er hatte sich auf eine gebrauchte Spritze gesetzt. 

Als er sich in der ersten Klasse auf einen Sitz niederliess, spürte er einen scharfen Stich in seinem Oberschenkel. Er hatte sich auf eine gebrauchte Spritze gesetzt.

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Darum gehts

  • Der Mann wurde wegen fahrlässiger Körperverletzung und ebenfalls wegen weiterer Delikte verurteilt.
  • Er muss 40 Tagessätze à 30 Franken und eine Busse von 500 Franken bezahlen.
  • Die Staatsanwaltschaft argumentiert, er habe die Verletzung eines anderen Menschen in Kauf genommen.

Die Zuger Staatsanwaltschaft verurteilt einen Mann wegen fahrlässiger Körperverletzung, Diebstahls, Hausfriedensbruchs und mehrfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetzes. Er muss 1200 Franken in 40 Tagessätzen zu je 30 Franken bezahlen, zudem eine Busse von 500 Franken. Dies berichtet «Zentralplus».

Was ist geschehen? Ein Mann stieg am frühen Morgen in Olten SO in einen Regionalzug ein. Als er sich in der ersten Klasse auf einen Sitz niederliess, spürte er einen scharfen Stich in seinem Oberschenkel. Er sprang wieder auf und sah, was passiert war: Er hatte sich auf eine gebrauchte Spritze gesetzt.

Die Zuger Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen auf und stiess auf einen 35-jährigen Zuger, der sich am Abend zuvor im Zug eine Spritze mit Kokain gesetzt hatte. Als er ausstieg, liess er sie einfach liegen. «Unbedacht zurückgelassen», nennt das die Staatsanwaltschaft. Er habe die Verletzung eines anderen Passagiers in Kauf genommen. Dass er unter Drogeneinfluss gestanden habe, sei keine Entschuldigung.

Die unbedingte Strafe von 40 Tagessätzen und der Busse von 500 Franken erhält er, weil er vorbestraft ist. Um seinen Kokainkonsum zu finanzieren, brach er im Juni in ein Büro ein und klaute rund 4300 Franken. Die Staatsanwaltschaft sieht die unbedingte Strafe als notwendig, um ihn von weiteren Delikten abzuhalten.

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