Panne bei Durchsage: Passagiere müssen auf Gleis zurückgehen
Aktualisiert

Panne bei DurchsagePassagiere müssen auf Gleis zurückgehen

Die S7 von Winterthur Richtung Zürich fuhr gerade mal 200 Meter und hielt dann. Den Fahrgästen blieb nichts anderes übrig, als auf den Schienen zurück zum Bahnhof zu laufen. Doch diese waren befahren.

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ske
Fahrgäste steigen in Winterthur aus der S7 (Bild: Leserreporter).

Fahrgäste steigen in Winterthur aus der S7 (Bild: Leserreporter).

Student Milan wollte eigentlich mit der S7 von Winterthur nach Hause fahren. Doch statt in Zürich landeten er und alle anderen Fahrgäste auf dem Abstellgleis. Die 200 Meter zum Bahnhof Winterthur mussten sie auf den Schienen zurücklegen.

Um 16.08 hätte der Zug eigentlich abfahren sollen. Mit 15-minütiger Verspätung fuhr er schliesslich los. Allerdings nur, um wenige Meter später wieder anzuhalten. Im Nirgendwo. «Wir warteten dann noch einmal 15 Minuten im Zug, dann fragte jemand den Lokführer, was los sei», erzählt Leserreporter Milan. Dieser habe ihnen dann mitgeteilt, dass alle Passagiere den Zug verlassen und zum Bahnhof zurückgehen sollten.

Die Fahrgäste seien daraufhin ausgestiegen. Da es weder eine Strasse noch ein Trottoir gab, musste der Weg zurück zum Bahnhof auf den Gleisen bewältigt werden. «Ich dachte erst, die Schienen seien nicht befahren. Aber plötzlich kam uns eine S12 entgegen.» Der Zug sei zwar langsam gefahren, unheimlich sei es aber trotzdem gewesen. «Ein paar Kinder haben angefangen zu schreien», so Milan.

Technische Störung bei Durchsage

Zu der Panne kam es aufgrund einer technischen Störung bei den Durchsagen, erklärt Lea Meyer, Mediensprecherin der SBB. Am Bahnhof Winterthur sei bereits mitgeteilt worden, dass alle Passagiere aussteigen sollen, da der Zug nicht mehr regulär weiterfahre. Wegen der technischen Störung hat dies aber keiner der Fahrgäste gehört und folglich nicht befolgt.

Als der Lokführer auf dem Abstellgleis feststellte, dass sein Zug noch voll besetzt war, liess er die Fahrgäste aussteigen. Er habe sogleich alle anderen Züge darüber informiert, dass sich Menschen auf den Gleisen befinden, sagt Meyer. «Wir bedauern diesen Zwischenfall aber sehr und entschuldigen uns bei unseren Fahrgästen.» Der Vorfall werde jetzt untersucht.

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