09.09.2016 17:46

Gondel-Pannen

Passagiere müssen innert 3 Stunden evakuiert sein

Wenn Helikopter um Seilbahnen kreisen und Bergretter in Gondeln steigen, dann ist das in den meisten Fällen eine Übung. Die hiesigen Bergbahnen wären auf ein solches Szenario vorbereitet.

von
ann

Für eine Evakuierung von Gondeln, wie sie sich jüngst am Mont-Blanc-Massiv ereignete, wird in der Schweiz regelmässig trainiert. Alle Bergbahnen müssen über Evakuierungskonzepte verfügen, wobei die Rega oft ein wichtiger Partner ist.

Geübt werden solche Aktionen mit Figuranten. Spezialisten der Bergrettung, Piloten und Rettungssanitäter arbeiten dabei Hand in Hand und bereiten die jeweiligen Personen entweder auf eine Evakuation per Helikopter oder per Abseilen vor.

Strenge Gesetze regeln die Trainings

Bergungsübungen sind bei Bergbahnen von Gesetzes wegen vorgegeben. In einem Ernstfall steht dem Rettungsteam ab Stillstand der Bahn ein Zeitfenster von drei Stunden zur Verfügung.

Innerhalb dieser Frist müssen alle Passagiere an einem dieser Sammelplätze auf dem Boden sein. So ist es von der Internationalen Organisation für das Seilbahnwesen in einem umfangreichen Leitfaden festgelegt.

Etwas länger mussten Passagiere in Gondeln am Mont-Blanc-Massiv ausharren. Weil sich Kabel verheddert hatten, mussten die Gondeln der Kleinkabinenbahn Vallée Blanche angehalten werden. 110 Personen steckten in den Kabinen fest. Obwohl die Rettungsaktion den ganzen Nachmittag dauerte, konnten 33 Passagiere erst am Morgen danach in Sicherheit gebracht werden.

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