Grundeinkommen: Passanten können beim Paradeplatz bis zu 2500 Franken gewinnen 

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GrundeinkommenPassanten können beim Paradeplatz bis zu 2500 Franken gewinnen 

Am 25. September stimmt die Stadt Zürich über einen Pilotversuch zum Grundeinkommen ab. Die Initianten eröffnen den Abstimmungskampf mit einer aussergewöhnlichen Aktion.

von
Daniel Krähenbühl
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Am 25. September stimmt die Stadt Zürich über einen Pilotversuch zum bedingungslosen Grundeinkommen ab.

Am 25. September stimmt die Stadt Zürich über einen Pilotversuch zum bedingungslosen Grundeinkommen ab.

Urs Jaudas
Die Initiantinnen und Initianten eröffnen den Abstimmungskampf am Donnerstag beim Paradeplatz. 

Die Initiantinnen und Initianten eröffnen den Abstimmungskampf am Donnerstag beim Paradeplatz. 

«Verein Grundeinkommen»
Dort Passantinnen und Passanten an einem Grundeinkommens-Bancomaten bis zu einem Monat Grundeinkommen gewinnen.

Dort Passantinnen und Passanten an einem Grundeinkommens-Bancomaten bis zu einem Monat Grundeinkommen gewinnen.

«Verein Grundeinkommen»

Darum gehts

  • Am 25. September kommt es in der Stadt Zürich zur Abstimmung über einen Pilotversuch zum Grundeinkommen.

  • Die Initiative fordert die Durchführung eines dreijährigen wissenschaftlich begleiteten Pilotversuchs in der Stadt Zürich.

  • Ab Donnerstag können Passantinnen und Passanten an einem Grundeinkommens-Bancomaten bis zu einem Monat Grundeinkommen gewinnen.

Mindestens 500 Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher sollen in einem dreijährigen Pilotversuch ein monatliches Grundeinkommen erhalten: Darüber stimmen die Bürgerinnen und Bürger am 25. September ab. Der Versuch soll laut dem gemeinnützigen «Verein Grundeinkommen» wissenschaftlich begleitet werden, um Fakten zum bedingungslosen Grundeinkommen zu schaffen. Ebenfalls soll geprüft werden, ob das Grundeinkommen einen möglichen Lösungsansatz für eine finanzielle Existenzsicherung für alle darstellt.

Die Initiantinnen und Initianten eröffnen den Abstimmungskampf am Donnerstag mit einer Aktion beim  Paradeplatz: Ab 17 Uhr wird ein Rubbellos spuckender Bancomat neben dem Juno-Brunnen aufgestellt. Passantinnen und Passanten können dort ein monatliches Grundeinkommen von 2500 Franken gewinnen. Der Bancomat soll anschliessend bis zum 17. September weiter durch Zürich touren. 

Zustimmung in den Kreisen 4 und 5

«Mit der Los-O-Mat-Roadshow werden wir eine spektakuläre und auch etwas provokante Abstimmungskampagne führen, die über Zürich hinaus wirken wird», sagt Mit-Initiant Silvan Groher. «Wir haben eine Chance auf das weltweit erste, demokratische Ja zum Grundeinkommen», sagt auch Lara Can vom Initiativkomitee. «Zürich kann am 25. September als Vorreiterin vorangehen und Antworten auf die aktuellen Krisen erproben.» 

Vorstösse für ein sogenanntes Grundeinkommen gibt es in der Schweiz immer wieder. Zuletzt wurde 2016 eine Initiative zum bedingungslosen Grundeinkommen aber mit über 75 Prozent klar abgelehnt. In der Stadt Zürich hatte die Vorlage jedoch viele Befürworterinnen und Befürworter. In den Stadtkreisen 4 und 5 legten damals gar 54,7 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner ein Ja in die Urne. Auch weil die neue Initiative parteiübergreifenden Zuspruch von Vertreterinnen und Vertretern der SP, GLP und der FDP geniesst, rechnet sich der Verein Grundeinkommen nun bessere Erfolgsaussichten aus. 

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