Weidmannsheil: Passion und Beruf in der freien Natur
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WeidmannsheilPassion und Beruf in der freien Natur

Der Herbst ist die grosse Zeit der Jagd. Aber eigentlich haben Jäger das ganze Jahr Saison. Sogar ein Beruf kann daraus werden.

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ZVG

«Nein, die Jagd ist für mich kein Hobby», sagt Erich Aeschlimann. «Sie ist meine Passion.» Die Jagd treibt den 46-jährigen Unternehmer aus dem Urner Bergdorf Bürglen denn auch das ganze Jahr um. Im Herbst, zur klassischen Urner Jagdsaison, geht er in heimischen Gefilden auf die Pirsch: hoch in den Bergen über Bürglen und Altdorf. Jeweils ab Mai durchstreift Erich Aeschlimann dann Reviere im nahen Deutschland. Und ausserhalb der eigentlichen Jagdzeiten widmet er sich mit Hingabe der Hege und Pflege des Wilds. So vergeht jahrein, jahraus kaum ein Wochenende, das nicht im Bann der Jagd stünde. «Das funktioniert natürlich nur, weil meine Frau und die Kinder meine Begeisterung für die freie Natur und die Bergwelt teilen», sagt der zweifache Familienvater. Und weil er sich seine Arbeit flexibel einteilen kann.

Das Jagdhandwerk gelernt hat Erich Aeschlimann vor über 20 Jahren. Zuständig für Ausbildung und Prüfung von Jägerinnen und Jägern sind in der Schweiz die Kantone. Je nach Kanton kümmern sich Jagdverbände, private Jagdschulen oder staatliche Stellen um die Ausbildung. Diese besteht in jedem Fall aus theoretischen und praktischen Modulen und dauert ein bis zwei Jahre. Die Jagd lässt sich sogar zum Beruf machen: als Aufseher in einem Revier oder mit einer Ausbildung als Wildhüter. Ein Wildhüter überwacht, reguliert und pflegt den Wildbestand, und er ist auch verantwortlich für den reibungslosen Ablauf der Jagd.

Die Passion Jagd gleich zum Beruf machen: Für Erich Aeschlimann ist das keine Option. Er liebt seine jetzige Arbeit; das ist die landesweite Planung und Sanierung von Friedhöfen. «Der Tod gehört nun mal zu unserem Dasein», sagt Erich Aeschlimann. Genau gleich gehöre der Tod des Wilds zur Jagd. «Doch wir Jäger achten das Tier sehr, und überhaupt ist Wildbret weit und breit das gesündeste Fleisch.» Bei dessen Zubereitung legt Erich Aeschlimann am liebsten selber Hand an. Der begnadete Hobbykoch hat vor zwei Jahren sogar das Finale der Kochsendung «Küchenschlacht» im ZDF gewonnen. Und heuer stiess er beim Kampf um den Schweizer Wildkoch des Jahres 2017 bis ins Finale vor.

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