Studie: Passivrauchen kann psychisch krank machen
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StudiePassivrauchen kann psychisch krank machen

Kann eingeatmeter Zigarettenrauch nicht nur der körperlichen, sondern auch der seelischen Gesundheit schaden? Das Resultat einer britischen Studie lässt das vermuten.

von
rre
Insbesondere Kinder müssen vor Passivrauch geschützt werden. (Bild: Colourbox)

Insbesondere Kinder müssen vor Passivrauch geschützt werden. (Bild: Colourbox)

Passivrauch ist ungesund - soweit nichts Neues. Dass der eingeatmete Qualm von nicht selbst gerauchten Zigaretten auch zu methalen Problemen führen könnte, will der Wissenschaftler Mark Hamer mit seinem Team vom University College of London herausgefunden haben. Für ihre Studie untersuchten die Forscher 5 560 Nichtraucher und 2 595 Raucher - alle Probanden zeigten zu Beginn der Studie keinerlei methale Beeinträchtigung.

Bei den Studienteilnehmern wurde ein Vorkommen des biochemischen Markers Cotinine im Speichel gemessen. Er ist nur dann nachweisbar, wenn eine Person direktem oder indirektem Tabakrauch ausgesetzt war oder ist. Auch zuätzliche, psychische Risikofaktore flossen in die Studienergebnisse mit ein, wie «Science Daily» berichtet.

Nach Beendigung der Studie wurden die Ergebnisse ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass Passivraucher ein um 50 Prozent höheres Risiko haben, psychisch krank zu werden als Menschen, die keinen Zigaretten-Emmissionen ausgesetzt sind. Raucher sollten sich aber nicht zu früh freuen: Auch «aktives» Rauchen kann Depressionen begünstigen.

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