Markante Zunahme: Patienten klagen über Nierensteine wegen Hitze
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Markante ZunahmePatienten klagen über Nierensteine wegen Hitze

In mehreren Spitälern sind in den vergangenen Wochen zahlreiche Menschen mit einer Nierenstein-Erkrankung eingeliefert worden. Der Grund: die heissen Temperaturen.

von
dia
Viele Eintritte wegen Unterleibsschmerzen: Die Notfallklinik im Inselspital. (8. April 2013)

Viele Eintritte wegen Unterleibsschmerzen: Die Notfallklinik im Inselspital. (8. April 2013)

Die Hitze schlägt den Schweizern auf die Nieren. Wie eine Umfrage der «Schweiz am Sonntag» bei mehreren Spitälern zeigt, hat die Anzahl der Nierenstein-Patienten in den vergangenen Wochen zugenommen. So wurden im Spital Menziken AG allein in der letzten Woche acht Menschen mit dieser Diagnose behandelt.

Im Berner Inselspital, im Universitätsspital Basel sowie im Kantonsspital Aarau machte man ähnliche Beobachtungen. Einzig das Zürcher Unispital meldet keine Auffälligkeiten. Grund für die Zunahme der Nierenstein-Erkrankungen ist laut dem Bericht die aktuelle Hitzewelle.

«Wenn es so heiss ist wie zurzeit, haben wir fast täglich notfallmässige Eintritte wegen Nierensteinen», sagt George Thalmann, Chefarzt Urologie im Inselspital Bern, zur «Schweiz am Sonntag». Ähnlich klingt es im Unispital Basel. «Die Zunahme der Fallzahlen von Nierenstein-Patienten steht sicher in Zusammenhang mit den hohen Temperaturen in der Schweiz», so Chefarzt Alexander Bachmann.

Viel Wasser

Am häufigsten tritt die Erkrankung bei den 30- bis 50-Jährigen auf, wobei Männer öfter betroffen sind als Frauen. Zur Vorbeugung hilft nur eins: viel trinken. So können kleine Nierensteine über den Urin ausgeschieden werden. Trinkt man hingegen zu wenig, bilden sich grössere Steine, welche die Schmerzen auslösen können.

Experten empfehlen deshalb gerade der Risikogruppe, bei diesen Temperaturen mindestens zwei Liter Wasser täglich zu sich zu nehmen. Betätigt man sich körperlich, benötigt man sogar deutlich mehr.

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