Aktualisiert 04.01.2019 07:46

Notruf-Panne in SpitälernPatienten mussten mit Glocken um Hilfe rufen

Nach einer Systempanne funktionierte in mehreren Spitälern der Notfallknopf nicht. Es musste mehr Personal eingesetzt werden.

von
fss
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Durch eine Panne im System funktionierte nach Neujahr in mehreren Spitälern der Notfallknopf nicht richtig.

Durch eine Panne im System funktionierte nach Neujahr in mehreren Spitälern der Notfallknopf nicht richtig.

Keystone/Steffen Schmidt
Die Panne wurde mittlerweile behoben.

Die Panne wurde mittlerweile behoben.

Keystone/Walter Bieri
Die Spitäler setzten auf Glocken, Babyphone und mehr Personal.

Die Spitäler setzten auf Glocken, Babyphone und mehr Personal.

Keystone/Ennio Leanza

Mehrere Schweizer Spitäler hatten im neuen Jahr mit einer Systempanne zu kämpfen. Der wichtige Notrufknopf, der ans Bett angeschlossen ist, sendete kein Signal. Wie das Online-Portal «Watson» berichtet, waren davon die Universitätsspitäler Zürich und Basel sowie das Inselspital Bern, das Luzerner Kantonsspital, das Kantonsspital Aarau, das Zuger Kantonsspital und vereinzelte Abteilungen anderer medizinischer Einrichtungen betroffen.

Schuld daran war ein Software-Fehler im System, das in den Spitälern eingesetzt wird. An den meisten Orten wurde die Panne bereits behoben. Nicht jedes Spital hatte mit den gleichen Problemen zu kämpfen. Mal fiel das ganze System aus, ein anderes Mal funktionierte lediglich das Ton- oder Leuchtsystem nicht.

Babyfone und Glocken im Einsatz

Um die Sicherheit der Patienten trotzdem sicherzustellen, setzten einige Spitäler auf zusätzliches Personal. Mitarbeitende patrouillierten in den Gängen und in einigen Zimmern wurden die Türen offengelassen, um die Rufe der Patienten zu hören.

Wie «Watson» schreibt, wurden im Kantonsspital Luzern sogar Babyfone eingesetzt, um die Kommunikation zu gewährleisten. In Solothurn erhielten die Patienten Glocken, um nach den Pflegern oder Ärzten zu rufen.

Wie die Spitäler mitteilen, kam es trotz der schwierigen Situation zu keinen besonderen Zwischenfällen. Zurzeit läuft eine detaillierte Untersuchung, um derartige Vorfälle in Zukunft zu vermeiden.

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