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Komplikationen im OP-SaalPatientin furzt und verbrennt sich schwer

Eine Japanerin wacht nach einer Operation mit schweren Verbrennungen auf. Die hatte sie, ohne es zu wollen, selber verursacht.

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Während einer OP im Unispital in Tokio (im Bild) kam es zu einem Brand, weil eine Patientin gepupst hatte. (Bildquelle: Wikipedia)

Während einer OP im Unispital in Tokio (im Bild) kam es zu einem Brand, weil eine Patientin gepupst hatte. (Bildquelle: Wikipedia)

Das Unispital im Bezirk Shinjuku in Tokio hat den Fall einer Patientin untersucht, die nach einer Operation mit schweren Verbrennungen aufwachte. Die Frau, deren Alter mit Mitte 30 angegeben wird, war im vergangenen April am Gebärmutterhals operiert worden. Während des Eingriffs erlitt sie Verbrennungen an der Hüfte und an beiden Beinen, wie die Zeitung «Asahi Shimbun» berichtet.

Ein Untersuchungsbericht zeigt jetzt auf, dass im OP-Saal ein Brand ausgebrochen war, als sich bei der narkotisierten Patientin ein Darmwind löste. Der Laserstrahl, den die Ärzte in dem Moment benutzten, sorgte dafür, dass sich das Gas entzündete. Obwohl das meiste Material im Raum nicht entzündbar war, fing ein Baumwolltuch auf dem OP-Tisch Feuer.

Verbrennungen während der OP sind möglich

Dass es während einer OP zu Verbrennungen kommt, weil ein Patient pupst, mag eher selten vorkommen. Dennoch sind in den letzten Jahren mehrere Fälle von Patienten bekannt geworden, die nach einem Routineeingriff mit Verbrennungen an ihrem Körper aufwachten.

Der Grund dafür liegt in dem immer häufigeren Einsatz der sogenannten Elektrochirurgie. Dabei werden mit Hilfe elektrischer Energie Gewebe entfernt und Blutungen gestillt. Der Strom, der in den Körper des Patienten eingeleitet wird, muss aber durch eine sogenannte Neutralelektrode, die oft am Bein angebracht wird, kontrolliert ausgeleitet werden.

Haben Körperteile des Patienten jedoch Kontakt zu dem aus Stahl bestehenden OP-Tisch, wird der Strom über diesen ungewollt abgeleitet. Dadurch kommt es zu den schweren Verbrennungen.

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