Aktualisiert 03.11.2009 15:39

China«Patin» muss 18 Jahre ins Gefängnis

Im Zuge einer der grössten «Mafia»-Prozesse in China ist die sogenannte «Patin» von Chongqing zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

Die Patoma vpm Chongqing ist Geschichte. Ein Gericht in der südwestchinesischen Stadt befand Xie Caiping des Betriebs illegaler Spielhöllen, Beteiligung an illegalen Rauschgiftgeschäften und der Bestechung von Polizisten für schuldig.

Laut dem im Internet veröffentlichten Urteil muss sie zudem umgerechnet mehr als 150 000 Franken Strafe zahlen. Gemeinsam mit der 46-jährigen Bandenchefin wurden 21 weitere Angeklagte zu Haftstrafen zwischen einem und 13 Jahren verurteilt.

16 junge Liebhaber

Die chinesische Presse hatte sich zuvor genüsslich über Details aus Xies Leben ausgebreitet. Unter anderem soll sie mehrere Luxusvillen besessen und sich 16 junge Liebhaber gehalten haben.

Ihr Schwager ist der langjährige Polizeichef und Ex-Chef der Justizbehörden, Wen Qiang - der bislang ranghöchste Beamte der Mega- Stadt, der in das organisierte Verbrechen verstrickt ist. Er soll über Jahre ein riesiges Netz von Geschäftsleuten, Beamten und Mitgliedern der organisierten Banden gedeckt haben.

Die 30 Millionen-Stadt Chongqing wurde offenbar über Jahre von der Unterwelt und korrupten Kadern regiert. Seit Monaten machen tausende Sicherheitsbeamte Jagd auf die organisierten Banden, die sogenannten Triaden, der Stadt.

Mehr als 1500 Verdächtige wurden festgenommen, neben Mafia-Chefs und ihre Untergebenen auch korrupte Funktionäre und Polizisten. Sechs der Angeklagten wurden im vergangenen Monat zum Tode verurteilt.

(sda)

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