Drittes Mal Viertelfinal: Patrick Fischer besser als Ralph Krueger
Aktualisiert

Drittes Mal ViertelfinalPatrick Fischer besser als Ralph Krueger

Nationaltrainer Patrick Fischer hievt das Schweizer Eishockey in neue Sphären.

von
Marcel Allemann
Bratislava
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Patrick Fischer bei seiner WM-Premiere 2016 in Moskau: Er verpasst die Viertelfinals, landet mit der Nati auf Rang 11.

Patrick Fischer bei seiner WM-Premiere 2016 in Moskau: Er verpasst die Viertelfinals, landet mit der Nati auf Rang 11.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Im letzten Spiel verliert die Nati gegen Tschechien 4:5 und wird nur Gruppensechster von acht Teams.

Im letzten Spiel verliert die Nati gegen Tschechien 4:5 und wird nur Gruppensechster von acht Teams.

Keystone/Salvatore di Nolfi
Patrick Fischer 2017 in Paris: Die Schweiz schafft als Gruppenzweiter die Viertelfinal-Qualifikation.

Patrick Fischer 2017 in Paris: Die Schweiz schafft als Gruppenzweiter die Viertelfinal-Qualifikation.

Keystone/Peter Schneider

Unabhängig davon, wie weit es die Nati an der Eishockey-WM in der Slowakei noch schaffen wird, Patrick Fischer hat Ralph Krueger als erfolgreichsten Schweizer Nationaltrainer der Neuzeit abgelöst.

Bei seinem vierten WM-Turnier hat es Fischer bereits zum dritten Mal in die Viertelfinals geschafft. Nur in seinem ersten Amtsjahr 2016 in Moskau, als der Zuger noch Lehrgeld bezahlen musste, erreichte er mit seiner Equipe die Top 8 nicht. Seither aber jedes Mal. Mit der neuerlichen Viertelfinal-Qualifikation in der Slowakei hat Fischer seinen persönlichen Viertelfinal-Schnitt von 66 Prozent auf 75 Prozent verbessert und stellt damit sogar Ralph Krueger in den Schatten.

Krueger kommt auf 66 Prozent, Simpson auf 40 Prozent

Krueger ist die Trainer-Legende der Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft schlechthin. Er brachte die Nati ab 1998 auf ein neues Leistungslevel. Bei zwölf WM-Turnieren stand der Deutsch-Kanadier mit Schweizer Pass an der Bande und schaffte die Viertelfinal-Qualifikation acht Mal. Das ergibt für Krueger, der dieser Tage übrigens als neuer Headcoach der Buffalo Sabres vorgestellt wurde, einen Viertelfinal-Schnitt von 66 Prozent.

Unter diesem Bereich blieb Sean Simpson, der die Schweiz 2013 in Stockholm zwar sensationell zu Silber führte, aber in seinen fünf WM-Turnieren nur zwei Mal in die Viertelfinals einzog, was für den Kanadier einen Schnitt von 40 Prozent ergibt.

Fischer, der die Nati vor einem Jahr in Kopenhagen zum zweiten Silberwunder coachte, bewegt sich damit neuerdings in einem statistischen Bereich, den er selbst angestrebt hat. Vor dem WM-Turnier in der Slowakei sagte er, dass er mit der Nati in den kommenden Jahren einen Viertelfinal-Prozentsatz von 75 bis 80 erreichen wolle. Denn dies erhöhe automatisch die Chancen auf einen weiteren Medaillen-Exploit.

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