Aktualisiert 03.05.2006 13:57

Patrick Fischer wechselt nach Nordamerika

Was sich schon länger angedeutet hat, ist nun Tatsache: Nationalmannschafts-Stürmer Patrick Fischer (30) wechselt nach Nordamerika und erfüllt sich damit einen Bubentraum. Die Ikone des EV Zug hat in der Organisation der Phoenix Coyotes einen Zweiweg-Vertrag unterzeichnet.

Der Kontakt mit dem Team, bei welchem kein Geringerer als "The Great One" Wayne Gretzky an der Bande steht, ergab sich nach den Olympischen Spielen, an welchen Fischer unter anderem beim 2:0 gegen Kanada (General Manager Gretzky) im Einsatz gestanden hatte. Das Prozedere zog sich dann aber länger hin: «Es gab diverse Stolpersteine. Ich bin ein spezieller Fall. Ich bin nicht gedraftet, bin über 30 und aus der Schweiz», erläuterte der beste Schweizer Skorer. Fischer besitzt in seinem Zweiweg-Vertrag eine Ausstiegsklausel, womit er nach einem Jahr in die Heimat zum EV Zug zurückkehren könnte.

Fischer wird nach Martin Gerber, David Aebischer, Mark Streit und Timo Helbling der fünfte Schweizer sein, der im kommenden Winter in Nordamerika spielt. Der Wechsel von «Fishy» ist aber alles andere als ein «normaler» Transfer, denn es ist ausgesprochen selten, dass ein Spieler in seinem fortgeschrittenen Eishockey-Alter noch einen derartigen Schritt wagt und das gemachte Nest (sportlich wie finanziell) zugunsten einer Herausforderung mit vielen Fragezeichen und einem möglichen Aufenthalt im Farmteam San Antonio aufgibt.

Fischer, der auf die WM verzichtet hat, um sich ganz einem gezielten physischen Aufbau zu widmen, wird Ende August nach Übersee dislozieren. Mitte September beginnt dann das Trainingscamp. Die Familie (Frau und Sohn) wird nicht fest nach Phoenix ziehen, sondern «pendeln».

Phoenix ist unter den nordamerikanischen Eishockey-Städten schon fast eine Schweizer Hochburg. Goran Bezina spielte für das Team aus Arizona, das zudem auch Beat Forster, Severin Blindenbacher und Loïc Burkhalter draftete. Zudem absolvierte auch der erste Schweizer mit NHL-Einsatz, Pauli Jaks, den überwiegenden Teil seiner Nordamerika-Zeit in Phoenix, für die Roadrunners, das damalige IHL-Farmteam der Los Angeles Kings.

(si)

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