Spott für Sechseläuten-Auftritt: «Patrizia Laeri war nicht auszuhalten»

Aktualisiert

Spott für Sechseläuten-Auftritt«Patrizia Laeri war nicht auszuhalten»

Drei Stunden hat «SRF Börse»-Frau Patrizia Laeri am Montag live vom Zürcher Sechseläuten moderiert. Währenddessen klöpfte es auch auf Social Media.

von
kfi

Unbeholfener Start: Patrizia Laeri moderierte am Montag erstmals vom Zürcher Sechseläuten. <i>(Video: SRF/Tamedia)</i>

Erstmals kommentierte Patrizia Laeri (39) am Montag für SRF das traditionelle Zürcher Sechseläuten. An der Seite von Anthony Welbergen von der Zunft zur Schneidern führte sie drei Stunden lang durch die Live-Sendung, vom Umzug bis zur Böögg-Verbrennung – wahrlich eine Herkulesaufgabe. Und eine Challenge, die sie offenbar von der Rolle brachte.

Immer wieder verhaspelte sich die sonst so souveräne «SRF Börse»-Moderatorin in ihren Interviews mit den Sechseläuten-VIPs. Sie wirkte unbeholfen, verwechselte Namen und vertauschte am Ende gar die Ziffern der Zeit, bis der Böögg explodierte. Statt 20:31 gab sie erst 31:20 Minuten an.

Während die Zünfter, Pferde und Musikkorps lautstark durch Zürichs Gassen zogen, wurde Laeri auf Twitter der Marsch geblasen.

«Was ist los mit Patrizia Laeri?», fragte sich beispielsweise diese Userin.

Auch TV-Mann Frank Baumann (60) reagierte. «Wenn man sich die Übertragung des Sechseläutens anschaute, durfte man sich darüber freuen, dass das SRF dem Nachwuchs eine Chance gibt – und die Moderation zwei komplett ahnungslosen Bildbeschreibern überliess», schrieb er auf seinem Facebook-Profil.

Auf Twitter wurden die Zuschauer noch deutlicher: «Absolute Katastrophe», «Da chasch nöd zuelose», «Das sind aber tragisch schlechte Interviews» oder «Das Gebrabbel war ja nicht auszuhalten», lauteten einige von vielen vernichtenden Kritiken.

Hauptkritikpunkte: Laeri habe die falschen Fragen gestellt, habe wenig Ahnung vom Anlass und falle den Interview-Partnern ins Wort.

Einige reagierten mit humorvolleren Tweets.

Schon der Start war holprig. Am Montagmorgen machte Laeri für ihre Live-Sendung auf Twitter Werbung in eigener Sache – mit falschem Hashtag, wie es ein Journalisten-Kollege anmerkte.

SRF betont auf Anfrage von 20 Minuten, dass es sich um Laeris ersten Einatz «als Live-Kommentatorin eines Brauchtums-Umzuges» handelte, «was eine spezielle Herausforderung» sei. «Wir bedauern, dass die Übertragung nicht zur Zufriedenheit aller war.» Man werde die Sendung beim Debriefing «genau analysieren und dabei selbstverständlich auf die geäusserte Kritik eingehen».

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