29 zu 29: Patt in der Unesco

Aktualisiert

29 zu 29Patt in der Unesco

Im Machtkampf um die Nachfolge von Unesco- Generalsekretär Koichiro Matsuura kommt es am Dienstag zu einer Stichwahl zwischen dem umstrittenen Ägypter Faruk Husni und der bulgarischen Diplomatin Irina Bokowa.

Der Exekutivrat der UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation konnte sich auch am Montagabend nicht auf einen Bewerber einigen.

Keiner der Kandidaten erhielt in der vierten Wahlrunde die erforderliche absolute Mehrheit der 58 Stimmen, hiess es aus Diplomatenkreisen. In der letzten Wahlrunde am Montagabend waren nur noch Husni und Bokowa angetreten. Beide erhielten je 29 Stimmen. Die Kandidatur von Ivonne Baki aus Ecuador wurde zuvor zurückgezogen.

Umstrittener Husni

Die Wahl des Nachfolgers von Matsuura sorgt seit Wochen international für Schlagzeilen, weil dem als Favorit geltenden Husni israelfeindliche Äusserungen vorgeworfen werden. Verschiedene Menschenrechtsorganisationen, Intellektuelle und Politiker riefen dazu auf, den 71-Jährigen nicht zu wählen.

Um der 57-jährigen Bulgarin Bokowa bessere Chancen einzuräumen, hatte die österreichische EU-Aussenkommissarin Benita Ferrero- Waldner zuletzt ihre Kandidatur zurückgezogen. Husni hatte bis Montagabend in allen Abstimmungsrunden mit Abstand die meisten Stimmen bekommen.

(sda)

Deine Meinung