Bundesliga: Paukenschlag in Wolfsburg
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BundesligaPaukenschlag in Wolfsburg

Die 0:1-Pleite gegen Leipzig im eigenen Stadion war für Coach Dieter Hecking eine zu viel. Wer das Team interimistisch ab sofort betreut.

von
fal
Am Ende ohne Erfolg: Dieter Hecking muss den VfL Wolfsburg per sofort verlassen. (Archiv)

Am Ende ohne Erfolg: Dieter Hecking muss den VfL Wolfsburg per sofort verlassen. (Archiv)

Keystone/Stefan Puchner

Diego Benaglio und Ricardo Rodriguez, die Schweizer Söldner bei den Wölfen, werden demnach in Kürze einen neuen Trainer bekommen. Einstweilen wird der Bundesligist, der auf Rang 14 in der Tabelle abgerutscht ist, von U23-Coach Valérien Ismaël betreut, dem früheren Verteidiger von Werder Bremen und Bayern München.

Wolfsburg startete Ende August vielversprechend mit einem 2:0-Sieg in Augsburg in die Meisterschaft. Aus den sechs Spielen seither resultierten jedoch drei Unentschieden und drei Niederlagen. Am Sonntag verlor die Mannschaft daheim gegen Aufsteiger Leipzig 0:1.

Das Verhalten des Sportchefs und der Fans

Wolfsburgs Sportchef Klaus Allofs hatte am Sonntag nach der dritten Saisonniederlage ein Bekenntnis pro Dieter Hecking (52) vermieden. Erstmals liessen die Fans «Hecking-raus»-Rufe vernehmen.

Im Kalenderjahr 2016 haben die Wolfsburger in 24 Spielen nur 25 Punkte geholt. Dabei investierte der VfL zu Saisonbeginn rund 42 Millionen für acht neue Spieler. Sieben Spieler wiederum wurden für rund 50 Millionen abgegeben.

Ein Novum für beide Seiten

Das Training am Montag leitete Hecking noch. Es begann allerdings nach einem Gespräch zwischen dem Cheftrainer und Allofs mit 20-minütiger Verspätung. In der Vergangenheit hatte Wolfsburgs Sportchef noch nie einen Trainer beurlaubt. Hecking seinerseits hatte seine Engagements in Lübeck, Aachen und Hannover selbstständig beendet.

Hecking war kurz vor Weihnachten 2012 von Allofs geholt worden. Nach 1395 Tagen endet nun die Zusammenarbeit. Heckings grösster Erfolg in Wolfsburg war der Cupsieg im Jahr 2015 mit dem Erfolg im Final gegen Borussia Dortmund sowie der 2. Platz in der gleichen Saison hinter Bayern München.

Die Trainerstühle sind in dieser Saison in Norddeutschland besonders wacklig. Zuletzt hatten Werder Bremen und der Hamburger SV ihre Trainer Viktor Skripnik respektive Bruno Labbadia beurlaubt. (fal/sda)

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