PC-21-Absturz: Kein technisches Versagen

Aktualisiert

PC-21-Absturz: Kein technisches Versagen

Die Untersuchung des Absturzes einer Pilatus PC-21 vom 13. Januar 2005 in Buochs NW hat bis jetzt keine Anhaltspunkte für ein technisches Versagen ergeben.

Das teilte am Donnerstag das Büro für Flugunfalluntersuchungen (BFU) mit.

Die beiden Prototypen des PC-21 der Pilatus Flugzeugwerke hatten am 13. Januar einen Trainingsflug durchgeführt. Es ging um ein Kunstflugprogramm, das an einer Flugschau in Dubai gezeigt werden sollte. Nach einem Looping berührte ein Flugzeug mit einem Flügel den Boden und ging in Flammen auf. Der Pilot starb, eine Passantin wurde lebensgefährlich verletzt.

Das BFU eröffnete noch gleichentags eine Untersuchung. Auf Grund der grossen Ausdehnung des Trümmerfeldes dauerten die Spurensicherung und die Bergungsarbeiten bis am vergangenen Samstagabend.

Laut Mitteilung des BFU vom Donnerstag wird die Untersuchung voraussichtlich mehrere Monate in Anspruch nehmen. Das abgestürzte Flugzeug war mit keinem Flugdaten-Aufzeichnungsgerät ausgerüstet. Dagegen liegen aufgezeichnete Funkgespräche vor. Gewisse Daten wurden auch im andern PC-21-Prototypen aufgezeichnet. Ausserdem wurde der Unfall von mehreren Personen beobachtet.

Beim PC-21 handelt es sich um ein militärisches Trainingsflugzeug, eine Neuentwicklung der Pilatus Flugzeugewerke in Stans. Der Flugzeugtyp wurde im vergangenen Dezember vom Bundesamt für Zivilluftfahrt zertifiziert. Nach dem Unfall wurde für den zweiten Prototypen ein Flugverbot verhängt.

(sda)

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