Aktualisiert 10.10.2016 08:46

FlüchtlingspolitikPdA-Gruppe kritisiert Schweiz als Unrechtsstaat

Bei ihrer Protestkundgebung auf dem Bundesplatz liess eine «Gruppe Empörter» kein gutes Haar an der Schweizer Flüchtlingspolitik.

von
sul

Wie die Protestaktion aussah und was genau sie mit Mani Matter zu tun hatte, zeigt das Video. (Video: 20 Minuten)

«S'länge fürs z'spränge paar Seck Dynamit», lautete der schwarze Schriftzug auf dem roten Transparent. Diese Zeile aus Mani Matters bekanntem Chanson «Dynamit» diente als Aufhänger einer Protestaktion zur Flüchtlingsthematik, die am Freitagmorgen auf dem Bundesplatz stattfand. Dahinter stand eine Gruppe von PdA-Mitgliedern und -Sympathisanten, die sich selbst als eine «Gruppe Empörter» bezeichnet.

Mit ihrer Aktion wollten die Demonstranten gemäss Medienmitteilung darauf aufmerksam machen, dass sich die Schweizer Behörden an den Grenzen momentan rechtswidrig und unmenschlich verhalten. «Obschon die Flüchtlinge ihrem Recht folgend in der Schweiz Asyl beantragen wollen, werden ihre Anträge von den Grenzwächtern missachtet. Stattdessen wird ihnen der Weg zu den Aufnahmezentren verweigert», schreiben sie auf einem Flyer, den sie an Passanten verteilten. «Damit wird die Schweiz zum Unrechtsstaat.»

Kritik an Berichterstattung

Ziel sei ausserdem, dass die Flüchtlingssituation an der Schweizer Grenze nicht aus dem Blickfeld verschwinde, erklärt Daniel Egloff, PdA-Stadtrat und Initiant der Aktion. Während die Medien vor etwa einem Monat noch intensiv darüber berichtet hätten, gehe das Thema nun unter. «Wir wollen daran erinnern, dass sich die Situation an der Grenze nicht grundlegend verbessert hat.»

Die Gruppe hat weitere Protestaktionen in anderen Schweizer Städten geplant.

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