Pegel der Berner Oberländer Seen sinken

Aktualisiert

Pegel der Berner Oberländer Seen sinken

Die Pegelstände der randvollen Berner Oberländer Seen haben heute zu sinken begonnen.

Dagegen stieg der Pegel des Neuenburgersees mit rund vier Zentimetern innert 24 Stunden noch leicht an, wie der Regulierungsdienst des Wasserwirtschaftsamts des Kantons Bern mitteilte. Am Bielersee gab es noch keine Entwarnung.

Das am (gestrigen) Dienstag erreichte Maximum der Brienzer- und Thunerseepegel lag unter jenem der Vorwoche, wie es in der Mitteilung heisst. Ohne grössere Niederschläge dürften die Pegelstände in den kommenden Tagen weiter sinken. Allerdings werden bis (morgigen) Donnerstag weitere einzelne Regenschauer erwartet. Im Neuenburger- und im Bielersee werden sich die Wasserstände gemäss den Erwartungen langsam stabilisieren und anschliessend allmählich sinken. Das in den so genannten Jurarandseen gespeicherte Wasser wird noch während mehr als einer Woche zu hohen Abflüssen aus dem Bielersee führen. Am Mittwoch flossen 620 Kubikmeter Wasser pro Sekunde aus dem Bielersee ab, wie das Wasserwirtschaftsamt weiter bekannt gab. Der Wert vergleicht sich mit je 290 Kubikmetern pro Sekunde in der Aare in Thun und Bern sowie mit 700 Kubikmetern in Murgenthal im Kanton Aargau.

Die vorsorgliche Hochwasserwarnung vom vergangenen Sonntag für den Bielersee bleibt vorerst in Kraft, wie Regierungsstatthalter Werner Könitzer auf Anfrage in Nidau bei Biel bekannt gab. Zwar lag der Bielerseepegel mit 429,81 Metern über Meer 54 Zentimeter unter der Hochwassermarke, doch sind weiterhin Wasserschäden in Häusern und Rückstaus in Kanalisationen möglich. Grund dafür ist allenfalls eindringendes Grundwasser, wie Könitzer sagte. Zudem könne der Westwind das weiterhin sehr hoch stehende Wasser am Südufer des Bielersees gegen die dortigen Liegenschaften treiben. Das Südufer sei ein Flachufer ohne feste Verbauungen, sagte der Regierungsstatthalter. Bisher seien aber keine Schäden gemeldet worden.

Die Bewohner am Seeufer wurden vergangenen Sonntag aufgefordert, tief liegende Räume auf Hochwassersicherheit zu überprüfen und wertvolle Gegenstände in weniger gefährdete Räume zu verlegen. Auch Stoffe wie Öle, Brennstoffe und Chemikalien seien zu entfernen. Die Schiffsbesitzer wurden aufgefordert, die Leinen gegebenenfalls zu lockern, damit die Schiffe nicht unter Wasser gezogen würden. (dapd)

Deine Meinung