Erste Studie: Pegida-Anhänger sind gebildet und verdienen gut
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Erste StudiePegida-Anhänger sind gebildet und verdienen gut

Die Universität Dresden hat die Anhänger der Pegida-Bewegung im Rahmen einer Studie durchleuchtet. Es ist die erste empirische Statistik über die Organisation.

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Kreativer Protest gegen «Bärgida» in Berlin.

Kreativer Protest gegen «Bärgida» in Berlin.

AFP/Tobias Schwarz
Anti-«Bärgida»-Demonstranten in der Nähe der französischen Botschaft in Berlin.

Anti-«Bärgida»-Demonstranten in der Nähe der französischen Botschaft in Berlin.

Keystone/AP/Markus Schreiber
«Bärgida» in Berlin.

«Bärgida» in Berlin.

Keystone/ bernd von jutrczenk

Der typische Anhänger der deutschen Pegida-Bewegung in Dresden ist mittleren Alters, männlich, aus Sachsen, gut ausgebildet und verfügt über ein vergleichsweise gutes Einkommen. Das ist das Ergebnis einer ersten empirischen Untersuchung zur Zusammensetzung der Pegida-Anhängerschaft, die ein Forscher-Team der Technischen Universität Dresden am Mittwoch vorgestellte.

Befragt wurden bei drei Demonstrationen der selbst ernannten «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» in Dresden rund 400 Teilnehmer, und zwar zwischen dem 22. Dezember und dem vergangenen Montag.

Unzufrieden mit Politik

Nicht einmal ein Viertel gab an, durch die Themen Islam, Islamismus oder die Islamisierung motiviert zu sein. Als Hauptmotiv für die Teilnahme wurde die generelle Unzufriedenheit mit der Politik genannt.

Pegida hatte am Montag in Dresden 25'000 Menschen auf die Strasse gebracht. Bei einer Gegendemonstration für eine weltoffene Stadt waren am Samstag in Dresden 35'000 Menschen zusammengekommen. (sda)

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