Bachmann vor Gericht: Pegida-Gründer zensiert sich gleich selbst

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Bachmann vor GerichtPegida-Gründer zensiert sich gleich selbst

Lutz Bachmann steht wegen fremdenfeindlicher Facebook-Posts vor Gericht – und zieht dort eine Show ab.

von
kmo

Wegen Volksverhetzung muss sich Pegida-Gründer Lutz Bachmann in Dresden vor Gericht verantworten. Und zeigt gleich, was er davon hält: Mit einer Brille in der Form eines Zensurbalkens und einer Zahnbürste im Jackentäschchen traf er beim Gerichtsgebäude ein und liess sich von Anhängern bejubeln.

Vor Gericht steht Bachmann, weil er im September 2014 Flüchtlinge auf Facebook als «Viehzeug», «Gelumpe» und «Dreckspack» bezeichnet haben soll – einen Monat vor der ersten Pegida-Kundgebung in Dresden. Öffentlich bekannt wurden die Einträge laut «Deutsche Welle» im Januar 2015. Bachmann entschuldigte sich damals. Er trat aus dem Pegida-Vorstand aus, blieb aber stets eine prägende Figur der fremdenfeindlichen Bewegung.

Echter Scheitel, falscher Hitler-Schnauz

Etwa zur gleichen Zeit wurde auch ein Bild veröffentlicht, auf dem Bachmann als Adolf Hitler posiert. Später wurde bekannt, dass der Scheitel zwar echt, der Hitler-Schnauz aber von einer Drittperson ins Bild retouchiert worden war, wie die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» schreibt.

Bachmann ist mehrfach vorbestraft. Da er zum Zeitpunkt der Postings auf Bewährung frei war, droht ihm jetzt eine Gefängnisstrafe. Den Prozess bezeichnet er als «politisch motiviert» – es gehe lediglich darum, ihn und die Pegida zu diskreditieren. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft hingegen griff Bachmann mit seinen diffamierenden Aussagen die Menschenwürde von Flüchtlingen an und stachelte zum Hass gegen sie auf.

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