Aktualisiert 24.06.2004 21:27

Peinlich: Landgericht hat Bohlen das Maul gestopft

Pop-Produzent Dieter Bohlen
hat im Streit mit seinem früheren Gesangs-Partner Thomas Anders vor Gericht eine Schlappe erlitten.

Poptitan Dieter Bohlen (50) darf nicht mehr behaupten, sein ehemaliger Modern-Talking-Kollege Thomas Anders (41) habe Gelder unterschlagen, urteilte das Berliner Landgericht gestern. Bohlen hatte in seinem Bestseller «Hinter den Kulissen» behauptet, Anders habe bei einer gemeinsamen Tournee Gelder für sich abgezweigt. Anders habe nicht betrogen, urteilte dagegen das Gericht.

Bohlen muss 375000 Franken Ordnungsgeld zahlen oder bis zu sechs Monate ins Gefängnis, wenn er seinen Ex-Partner weiterhin der Unterschlagung bezichtigt. «Es ist offensichtlich, dass Thomas Anders nicht betrogen hat», sagte der Richter. Bohlen habe keine Beweise vorgelegt, dass Anders auch nur einen Rappen in die eigene Tasche gesteckt hat.

Bohlen war nicht selbst zum Gerichtstermin er-schienen. Der Zwist mit Anders kostete den Multimillionär bisher knapp 9000 Franken Gerichts- und Anwaltskosten.

In der Neuauflage des Buchs sind die beanstandeten Passagen gestrichen. Auf der Frankfurter Buchmesse musste das Werk des Musikproduzenten bereits mit geschwärzten Passagen präsentiert werden. Auch andere Prominente wie die «Tagesschau»-Sprecher Jens Riewa (40) und Eva Herman (45) waren mit Erfolg gegen Bohlens Biografie vor Gericht gezogen.

dpa/sma

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