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Peitschenhiebe für vergewaltigte Frau

Die saudiarabische Regierung hat am Samstag die Bestrafung einer 19-Jährigen gerechtfertigt. Die Frau war nach einer Vergewaltigung zu sechs Monaten Haft und 200 Peitschenhieben verurteilt worden.

Die junge Frau habe "unzüchtige Beziehungen", also Ehebruch, zugegeben, erklärte das saudiarabische Justizministerium, nachdem der Fall der 19-Jährigen internationale Entrüstung ausgelöst hatte. Das Ministerium verwies ausserdem "Verwirrung" und fehlerhafte Berichterstattung der Medien.

Die junge Frau war im Oktober 2006 zu 90 Peitschenhieben verurteilt worden, weil sie sich vor dem Verbrechen mit einem Mann allein in einem Auto aufgehalten hatte, der nicht zu ihrer Familie gehörte. Die sieben Männer, die sie vergewaltigt hatten, wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Am 14. November war die Strafe für das Opfer in einem Berufungsverfahren auf 200 Peitschenhiebe erhöht und um sechs Monate Haft erweitert worden. Das Gericht gab als Grund für die Verschärfung der Strafe an, die Frau habe durch das Einschalten der Medien versucht, Druck auf das Gericht auszuüben.

Auch die Haftstrafen der Täter wurden verlängert. Das Justizministerium betonte am Samstag, der Prozess sei "ausgeglichen" gewesen. Schon in einer vorangegangenen Erklärung hatte die Behörde darauf verwiesen, dass das Gesetz eine Berufung ermögliche.

(sda)

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