Aktualisiert 18.12.2008 15:56

MenschenrechtsverletzungenPeking verbietet Besuche für Hu

Die chinesischen Behörden haben der Familie des inhaftierten Bürgerrechtlers Hu Jia Besuchsverbot erteilt. Die Massnahme ist eine Strafe dafür, dass der Bürgerrechtler vom Europaparlament mit dem Sacharow-Preis geehrt worden ist.

Sie wisse nicht, wann sie ihren Mann das nächste Mal sehen dürfe, sagte Ehefrau Zeng Jinyan der Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag. Nach ihren Angaben ist der Inhaftierte, der an einer Zirrhose leidet, nach wie vor geschwächt. Sie sei zudem von der Polizei davor gewarnt worden, mit ausländischen Journalisten zu sprechen.

Zeng und die Tochter des Paares werden ständig überwacht. Auch zu der Verleihung des Preises an ihren Mann durfte Zeng nicht nach Strassburg reisen. Die chinesische Führung hatte die Entscheidung des Europaparlaments scharf kritisiert, Hu mit dem Menschenrechtspreis auszuzeichnen.

(sda)

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