Aktualisiert 29.04.2008 19:17

Penaltypunkt-Klau: Entführer wollen «Lösegeld»

Die Entführer des Elfmeterpunkts im Espenmoos haben dem FC St. Gallen angeboten, das Stück Rasen zurückzukaufen. Bei den «Espen» stossen sie jedoch auf taube Ohren - die Strafanzeige bleibt bestehen.

von
Monika Brand

Der FC St. Gallen hatte am Freitagabend den Entführern angeboten, die Anzeige zurückzuziehen, falls sie sich zu erkennen geben würden (20minuten.ch berichtete). Die Täter nahmen sich daraufhin eine Überdenkzeit.

Am Montagabend meldeten sie sich erneut beim FC St. Gallen und bei 20minuten.ch - immer noch anonym. «Am Freitag haben wir Ihnen mitgeteilt, dass wir in Erwägung ziehen, den Penaltypunkt zu Gunsten des FC St.Gallen zu versteigern», steht in dem Schreiben. «Ich möchte betonen, dass das ein Zeichen unserer Fantreue ist und nichts damit zu tun hat, dass wir Angst hätten erwischt zu werden.»

Und die Versteigerung zu einem guten Zweck scheint in weite Ferne gerückt. Dreist fragen die Entführer beim FC St. Gallen nach, ob wohl jemand vom Verein bereit sei, «einen angemessenen Preis dafür zu bieten». Sie würden den Punkt übergeben, sobald ein solches Angebot in Aussicht sei. Und die Entführer treiben es bis auf die Spitze: «Natürlich erwarten wir auch eine Aufwandsentschädigung.»

Strafanzeige bleibt bestehen

Mit dieser Anfrage stossen die Entführer beim FC St. Gallen auf taube Ohren. «Wir sprechen nur mit Personen, die sich zu erkennen geben», hiess es auf Anfrage von 20minuten.ch. «Mit 'Anonym' verhandeln wir nicht», so Geschäftsleitungs-Mitglied Patrick Köppel, der die Entführer nach eigener Aussage immer noch als «hirnlos» bezeichnet und nicht weiter auf ihre Anfrage eingehen will. Köppel: «Die Strafanzeige bleibt bestehen.»

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