Pendler benutzen vermehrt das Auto
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Pendler benutzen vermehrt das Auto

Der Weg zur Arbeit wird in der Schweiz wieder häufiger mit dem Auto zurückgelegt. Der öffentliche Verkehr hat bei der stark gewachsenen Pendlerzahl an Bedeutung verloren.

Der typische Pendler hat seinen Arbeitsplatz nach 13 Kilometern und 22,9 Minuten erreicht, wie das BFS am Dienstag bekannt gab.

Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) ist die Zahl der Pendler zwischen 1970 und 2000 um 41 Prozent gestiegen. Neun von zehn Berufstätigen sind gemäss der Volkszählung 2000 Pendler und müssen für die Arbeit ihr Wohngebäude verlassen. 65 Prozent dieser Pendler arbeiteten in einer anderen Gemeinde als sie wohnten.

Den Weg zur Arbeit legte die Mehrheit mit dem eigenen Motorfahrzeug zurück. 58 Prozent benützten entweder Auto oder Motorrad, im Vergleich zu 48 Prozent noch vor zwanzig Jahren. 19 Prozent der Pendler liessen sich vom öffentlichen Verkehr zur Arbeit bringen. Der ÖV hat damit nach dem überdurchschnittlichen Wachstum in den 1980-er Jahren wieder Anteile verloren. Innerhalb der Kategorie ÖV konnte zwar die Bahn ihren Anteil leicht steigern, Busse und Trams wurden aber weniger benützt. Neun Prozent der Pendler gehen zu Fuss zur Arbeit, je sieben Prozent steigen aufs Velo oder kombinieren das eigene Auto mit einem öffentlichen Verkehrsmittel.

Wie die Studie weiter zeigt, hat die Distanz der Arbeitswege zugenommen, nicht aber die zeitlicher Dauer. Der durchschnittliche Schweizer Pendler wohnt 13 Kilometer von seinem Arbeitsplatz entfernt und erreicht diesen in 22,9 Minuten. Die mittlere Weglänge hat damit innert 30 Jahren fast um die Hälfte zugenommen. Fast jeder zweite Pendler ist innerhalb einer Viertelstunde am Arbeitsplatz. Jeder Dritte ist zwischen 15 und 30 Minuten unterwegs und eine kleine Minderheit von zwei Prozent braucht für den Arbeitsweg länger als eine Stunde.

(dapd)

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