Strecke Zürich–Bern: Pendler fühlen sich «wie in einer Sardinenbüchse»
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Strecke Zürich–BernPendler fühlen sich «wie in einer Sardinenbüchse»

Wegen einer Störung ist die Strecke Zürich nach Bern um 7.32 Uhr nur mit einem einstöckigen Zug befahrbar.

von
mon
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Am Dienstagmorgen konnte der Intercity um 7.32 Uhr ab Zürich nur mit einem einstöckigen Zug nach Bern fahren.

Am Dienstagmorgen konnte der Intercity um 7.32 Uhr ab Zürich nur mit einem einstöckigen Zug nach Bern fahren.

Keystone/Peter Schneider
Überfüllte Wagons waren die Folge. Für die Pendler galt es Geduld aufzubringen.

Überfüllte Wagons waren die Folge. Für die Pendler galt es Geduld aufzubringen.

Keystone/Adrien Perritaz
Auch wer am 29. Mai mit der SBB von Zürich nach Wil SG wollte....

Auch wer am 29. Mai mit der SBB von Zürich nach Wil SG wollte....

sbb.ch

Wegen einer mehrstündigen Störung am Montagabend in der Romandie konnte der Intercity am Dienstagmorgen um 7.32 Uhr ab Zürich nur mit einem einstöckigen Zug nach Bern fahren.

Wie Sprecher Reto Schärli auf Anfrage sagt, wurde in der Romandie bei Bauarbeiten von einer externen Firma ein Kabel beschädigt, was für einen Unterbruch zwischen Lausanne und Palézieux sorgte. «Wegen dieser Störung standen viele Züge am späten Abend im falschen Bahnhof. Bei zwei Intercity-Zügen, IC 707 und IC 708, gelang es nicht mehr, einen doppelstöckigen Zug bereitzustellen.»

SBB bedauert Unannehmlichkeiten

Laut Schärli führte dies vor allem auf der Fahrt zwischen Zürich und Bern dazu, dass zahlreiche Reisende stehen mussten: «Die SBB bedauert die Unannehmlichkeiten.»

Und auch die SBB-App war am Dienstagmorgen nicht verfügbar: «Wegen einer technischen Störung war die Fahrplanabfrage am frühen Morgen vorübergehend eingeschränkt», so Schärli.

«Wie in einer Sardinenbüchse»

Im überfüllten Intercity-Zug war auch CVP-Nationalrätin Kathy Riklin. Auf Twitter schreibt sie: «Wir sind wirklich wie in einer Sardinenbüchse. Viel zu wenig Wagenmaterial?» An SBB-Chef Andreas Meyer richtet sie die Frage: «Warum nur?»

Auch andere Pendler zeigen sich wenig begeistert. Julian van Bregnard schreibt auf Twitter: «Wenn Sie Ihr Abonnement für mehr als 3800 Franken kaufen und eine Stunde im Zug zwischen Zürich und Bern stehen müssen, nur weil die SBB nicht weiss, wie man plant.»

Und M. A. Bergagård fragt sich: «Echt jetzt?! IC1 Zürich–Bern. Ist das feuerpolizeilich erlaubt, so viele Menschen in einen Zug zu lassen?»

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