Pensionierter General regiert Thailand
Aktualisiert

Pensionierter General regiert Thailand

Zwei Wochen nach dem Militärputsch in Tahiland haben die Machthaber einen pensionierten General zum Ministerpräsidenten ernannt.

Der 63-jährige Surayud Chulanont soll die Amtsgeschäfte bis zu den Neuwahlen im kommenden Jahr führen.

Surayud ist in Thailand eine respektierte Persönlichkeit und ein enger Berater des Königs. Er habe auf mehrfaches Drängen hin das Amt angenommen, teilte Putschführer General Sonthi Boonyaratglin am Sonntag in Bangkok mit. Noch am selben Tag wurde Surayud mit einer am Fernsehen live übertragenen Zeremonie in sein Amt eingeführt.

Er soll das Land einen

Nach Auffassung der Putschisten bringt Surayud alle Fähigkeiten mit, um das Land zu einen. General Sonthi betonte, er werde sich nicht in die Ernennung des neuen Kabinetts einmischen. Die Wahl seiner Minister bleibe Surayud überlassen.

Laut der neuen Übergangsverfassung, der König Bhumibol Adulyadej am Sonntag zustimmte, kann General Sonthi den neuen Regierungschef allerdings jederzeit entlassen. Das Militär ernennt zudem die Mitglieder der Nationalversammlung und des Ausschusses, der die endgültige Verfassung ausarbeiten soll.

Ein Armeereformer

Surayud, Enkel eines Putschführers und Sohn eines kommunistischen Rebellen, war 1998 zum Armeechef ernannt worden. Unter seiner Führung wurde das thailändische Militärs tiefgreifend reformiert.

Vor drei Jahren schied Surayud im Streit mit dem damaligen Regierungschef Thaksin Shinawatra aus dem Militärdienst aus. Für kurze Zeit wurde er buddhistischer Mönch, bevor er in den Geheimrat, den engsten Beraterzirkel des Königs, berufen wurde.

Das Militär hatte die Regierung von Premier Thaksin am 19. September gestürzt. Sie warfen ihm Unterwanderung der demokratischen Institutionen, Korruption und Günstlingswirtschaft vor. Der Milliardär, der zum Zeitpunkt des Putsches in New York weilte, lebt im Moment bei seiner Tochter in London. (dapd)

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