Aktualisiert 04.05.2006 10:23

Pensionskassen fahren gute Renditen ein

Die Schweizer Pensionskassen haben im Jahr 2005 kräftig vom guten Börsenumfeld profitiert und überdurchschnittliche Renditen von 11,21 Prozent eingefahren.

Nun wünschen sich die Kassen mehr Handlungsspielraum bei alternativen Anlagen. «Die Pensionskassen haben 2005 Muskeln bekommen, aber kein Fett angesetzt», sagte Peter Bänziger, Geschäftsleitungsmitglied der Swisscanto-Gruppe, am Donnerstag anlässlich der Präsentation der Pensionskassen-Studie 2005 in Zürich.

Gemäss dieser Umfrage haben die Kassen im vergangenen Geschäftsjahr eine Rendite von 11,1 Prozent erzielt. Das liegt weit über dem langfristigen Mittel. Das Kapital in der beruflichen Vorsorge in der Schweiz wird auf 660 Mrd. Franken geschätzt.

Dennoch mahnen die Pensionskassen zur Vorsicht. Denn der Mittelwert der vergangenen sechs Jahr liege bei lediglich 2,5 Prozent und sei damit weit von den 5,2 Prozent entfernt, die sich die Kassen selber als langfristig angstrebtes Ziel gesetzt haben, hiess es.

Um höhere Renditen erreichen zu könne, müssten auch höhere Risiken eingegangen werden, hiess es. Die Pensionskassen fordern deshalb eine flexiblere Handhabung bei den Anlagelimiten. Diese sollten sich nicht nach formalen Anlagekriterien, sondern nachwirtschaftlichen Kriterien ausrichten.

Die Umfrage bei den schweizerischen Pensionskassen wurde von Swisscanto zum sechsten Mal durchgeführt. Sie wird vom Schweizerischen Pensionkskassenverband (ASIP) unterstützt. Teilgenommen haben 224 Vorsorgeeinrichtungen mit einem Vermögen von 314 Mrd. Franken.

(sda)

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