Pensionskassen: Sind die mageren Jahre vorbei?
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Pensionskassen: Sind die mageren Jahre vorbei?

Die Schweizer Pensionskassen haben im vergangenen Jahr erstmals seit dem Jahr 2000 wieder eine positive Rendite erzielt.

Alle Einrichtungen schlossen im Plus ab. Zum guten Ergebnis haben die Aktienmärkte erheblich beigetragen.

Die mittelere Rendite des konsolidierten Wertschriftenvermögens lag im Jahr 2003 bei 9,5 Prozent, wie der Schweizerische Pensionskassenverband Asip am Montag mitteilte. In seinem Auftrag hat das Beratungsunternehmen Watson Wyatt über 600 Vermögensverwaltungsmandate mit einem Gesamtvermögen von über 100 Mrd. Franken untersucht.

Profitiert haben die Pensionskassen von der aufgehellten Stimmung an den Aktienmärkten. Zum ersten Mal seit 1999 resultierte an den globalen Aktienmärkten gemessen am Referenzindex MSCI wieder ein positives Jahr.

Im Jahr 2002 hatten Börsen- und Finanzmarktflaute den privaten und öffentlich-rechtlichen Pensionskassen hohe Verluste beschert. Die mittlere Rendite der Wertschriften-Anlagen war bei minus 10,3 Prozent gelegen.

Stabile Aktienquote

Trotz diesem Tiefschlag haben die meisten Vorsorgeeinrichtungen an ihrer Anlagestrategie festgehalten, wie die Untersuchung von Watson Wyatt zeigt. Im Jahr 2003 betrug der Anteil der Schweizer Aktien 16,5 Prozent, im Vorjahr 19,9 Prozent. Der Anteil ausländischer Aktien veränderte sich mit 22,7 Prozent nicht.

Obligationen in Schweizer Franken wurden von 33,2 Prozent auf 29,7 Prozent reduziert, Obligationen in Fremdwährungen von 14,2 Prozent auf 13,7 Prozent verringert. Der Anteil Cash und andere Anlagen stieg dem gegenüber von 13,1 Prozent auf 17,4 Prozent.

Die Medianrendite der ausländischen Aktien für das Jahr 2003 beträgt gemäss Mitteilung 19,1 Prozent im Vergleich zum Referenzindex von 19,0 Prozent. Die Schweizer Aktien erzielten mit einem Medianwert von 21,7 Prozent für 2003 eine deutlich höhere Rendite als die globalen Aktien.

Die mittlere Rendite für Obligationen in Fremdwährungen betrug 5,4 Prozent. 90 Prozent der verglichenen Resultate liegen in einer Bandbreite von 0,4 bis 10,8 Prozent. Die Gründe dafür seien die hohe Volatilität der Wechselkurse sowie die grossen Renditenunterschiede für Obligationen verschiedener Bonitäten.

(sda)

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