Des einen Leid...: Pensionskassen wachsen dank hartem IV-Kurs
Aktualisiert

Des einen Leid...Pensionskassen wachsen dank hartem IV-Kurs

Immer weniger Leute in der Schweiz beziehen eine IV-Rente. Davon profitieren unsere Pensionskassen-Guthaben: Sie vergrössern sich.

von
Elisabeth Rizzi
IV-Renten sind rückläufig. (Colourbox.com)

IV-Renten sind rückläufig. (Colourbox.com)

Seit 2003 ist die Zahl der ­jährlich neu zugesprochenen Renten bei der Invalidenversicherung (IV) um mehr als 47 Prozent ­gesunken. «Wir führen das auf die 5. IVG-Revision, die ­relativ stabile Wirtschaftslage und die Fortschritte bei der Wieder­eingliederung zurück», sagt Zurich-Sprecher Frank Keidel. Vom starken Rückgang profitiert nicht nur die IV als erste Säule, sondern alle Erwerbs­tätigen.

Denn dank der gesunkenen Zahl der Invaliden müssen auch die Pensions­kassen weniger IV-Rentenbeiträge aus der zweiten Säule ausschütten. Unter dem Strich bleibt deshalb viel mehr Geld für die ­Altersvorsorge. Die Beiträge der zweiten Säule setzen sich zusammen aus IV-, Todesfall- und Kostenprämie.

Eine Umfrage von 20 Minuten bei den Versicherungen zeigt, dass die Risikoprämien für Invalidität teils um 10 bis 20 Prozent gesenkt werden konnten. «Überdurchschnittlich konnten wir 2011 die Prämien im Gross- und Detailhandel, bei Optikern, Apotheken und Drogerien senken», so Allianz-Suisse-Sprecher Bernd de Wall.

Ebenfalls stark profitiert hätten Elektro-, Sanitär- und Lüftungsinstallateure, Maler, Gipser und Glaser. Bei Swiss Life sanken die Prämien seit 2007 durchschnittlich um 34%. Auch Axa Winterthur hat in den letzten Jahren die Tarife bereits dreimal gesenkt. Und Zurich mit der teilautonomen Sammelstiftung Vita plant sie für 2013 eine durchschnittliche Senkung der Prämien von rund 300 Franken pro versicherte Person.

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