Ausserirdisches Leben – Pentagon gründet neue Arbeitsgruppe, die sich mit UFO-Sichtungen befasst
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Ausserirdisches LebenPentagon gründet neue Arbeitsgruppe, die sich mit UFO-Sichtungen befasst

Die US-Behörden vermuten hinter unbekannten Flugobjekten keine Bewohnerinnen und Bewohner des Planeten Mars, sondern Rüstungstechnologien von Russland und China.

Der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten, Barack Obama, bestätigte die Sichtung von UFOs. In der «Late Night Show» von James Corden plauderte er am 25. Mai 2021 über unerklärbare Sichtungen am Himmel.

20 Minuten

Darum gehts

  • Bislang hatte sich in den USA eine Task Force der Marine um UFO-Sichtungen gekümmert.

  • Eine neue Arbeitsgruppe des US-Verteidigungsministeriums soll diese nun ablösen.

  • Sie werde auch «Risiken für die Sicherheit von Flügen» analysieren, sagt das Pentagon.

Das US-Verteidigungsministerium hat eine neue Arbeitsgruppe zur Untersuchung von Ufo-Sichtungen gegründet. Das Pentagon gab am Dienstagabend (Ortszeit) die Einrichtung der «Synchronisationsgruppe zur Identifizierung von und zum Umgang mit Flugobjekten» bekannt.

Das Gremium soll Bemühungen bündeln, unbekannte Flugobjekte «zu orten, zu identifizieren und zuzuordnen», wie das Pentagon mitteilte. Das bedeutet, dass das Verteidigungsministerium, die Ministerien und die Regierungsbehörden enger zusammenarbeiten. Die Arbeitsgruppe soll ausserdem mögliche «Risiken für die Sicherheit von Flügen und die nationale Sicherheit» analysieren.

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Die US-Armee nahm in einem Bericht Stellung zu 120 Sichtungen von unbekannten Flugobjekten. Nicht alle kamen in der Form der klassischen fliegenden Untertasse (Symbolbild) daher.

Die US-Armee nahm in einem Bericht Stellung zu 120 Sichtungen von unbekannten Flugobjekten. Nicht alle kamen in der Form der klassischen fliegenden Untertasse (Symbolbild) daher.

imago images/andrea crisante
Einige hätten ausgesehen wie ein übergrosses Bonbon, andere wie eine Pyramide. In Videoaufnahmen, die die «New York Times» veröffentlichte, sind Piloten zu hören, die sich nicht erklären können, wie die Geräte derart schnell fliegen können.

Einige hätten ausgesehen wie ein übergrosses Bonbon, andere wie eine Pyramide. In Videoaufnahmen, die die «New York Times» veröffentlichte, sind Piloten zu hören, die sich nicht erklären können, wie die Geräte derart schnell fliegen können.

AFP
Das Pentagon erklärte im Bericht, dass es keine Hinweise für ausserirdische Technologien gefunden habe.

Das Pentagon erklärte im Bericht, dass es keine Hinweise für ausserirdische Technologien gefunden habe.

imago images/CHROMORANGE

Rüstungstechnologien statt Aliens?

Bislang hatte sich eine Task Force der US-Marine darum gekümmert. Die neue Arbeitsgruppe soll diese nun ablösen. Angesiedelt ist sie beim Verteidigungsstaatssekretär für Geheimdienstarbeit und Sicherheit.

Die US-Behörden vermuten hinter unbekannten Flugobjekten – im Pentagon-Jargon unidentifizierte Luftraum-Phänomene – keine grünen Bewohnerinnen und Bewohner des Planeten Mars. Vielmehr gehen sie der Frage nach, ob sie es mit neuer Rüstungstechnologie von Rivalen wie Russland und China zu tun haben.

Viele Fragen bleiben offen

Im Juni hatten die US-Geheimdienste einen mit Spannung erwarteten Bericht über Ufo-Sichtungen des Militärs veröffentlicht – und dabei viele Fragen offen gelassen. Demnach gab es mit nur einer Ausnahme für keines der gesichteten unbekannten Flugobjekte eine Erklärung. Hinweise auf mögliches ausserirdisches Leben fanden sich im neunseitigen Bericht allerdings nicht – er liess das Thema aussen vor. Die Geheimdienste werteten 144 Berichte des Militärs über Sichtungen zwischen den Jahren 2004 und 2021 aus.

Ein Flugobjekt war wohl ein Ballon, der Luft verlor. «Die anderen (Objekte) bleiben unerklärt», hiess es in dem Bericht. Im vergangenen Jahr hatten vom Pentagon veröffentlichte Videos von drei als «nicht identifiziert» eingestuften Flugobjekten Spekulationen angeheizt, wonach die US-Geheimdienste über Informationen über intelligentes ausserirdisches Leben verfügen. Der Bericht des Pentagon ist öffentlich einsehbar.

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(AFP/mur)

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