US-Verteidigungsminister: Pentagon muss sparen
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US-VerteidigungsministerPentagon muss sparen

Wegen anhaltender Sparzwänge will US- Verteidigungsminister Robert Gates die Strukturen der Streitkräfte verschlanken. Auch Aufträge an Privatarmeen sollen eingeschränkt werden.

Harter Sparkurs beim US-Militär: Eines der bislang zehn Kommandos, das Joint Forces Command, solle abgeschafft werden. Dies sagte Gates am Montag in Washington. Das in Virginia ansässige Kommando, das Einsätze unterschiedlicher Militäreinheiten koordiniert, hat ein Jahresbudget von 240 Millionen Dollar.

Weniger Aufträge für Privatarmeen

Ausserdem solle das Pentagon die Ausgaben für Aufträge an externe Dienstleister um zehn Prozent senken, kündigte Gates an. Durch die zunehmende Privatisierung von Verteidigungsausgaben seien die Streitkräfte «übermässig abhängig» von externen Dienstleistern geworden, kritisierte Gates.

Die Kürzung um zehn Prozent solle für jedes der kommenden drei Budgetjahre gelten. Die US-Armee setzt private Dienstleister etwa für Transport und Verpflegung, zunehmend aber auch für Sicherheitsaufgaben ein.

Militär-Budget seit 2001 verdoppelt

Bereits im Juni hatte Gates angekündigt, in den kommenden fünf Jahren etwa 100 Milliarden Dollar einsparen zu wollen. Der Minister hatte sich wiederholt als Kritiker der rasch steigenden Militärausgaben hervorgetan.

Im Budgetentwurf für das Budgetjahr 2011 sind rund 700 Milliarden Dollar für den Wehretat vorgesehen, etwas mehr als im laufenden Budget. Seit 2001 hat sich der Verteidigungsetat mehr als verdoppelt. Die entsprechenden Ausgaben der USA machen 40 Prozent der weltweiten Ausgaben für Verteidigung aus. (sda)

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