Deal: «Penthouse» will «Playboy» vernaschen
Aktualisiert

Deal«Penthouse» will «Playboy» vernaschen

Der Besitzer des Männermagazins «Penthouse» hat ein Angebot für den Kauf des Konkurrenten «Playboy» vorgelegt. 210 Mio. Dollar will der Internetkonzern FriendFinder Networks mit Sitz in Boca Raton im US-Bundesstaat Florida zahlen.

Bald einig?

Bald einig?

In einem Brief an den «Playboy»-Vorstand schlug der Konkurrent ein Treffen für Mittwoch vor, um das Angebot zu diskutieren. Anfang der Woche hatte «Playboy»-Gründer Hugh Hefner erklärt, er sei weder an einem Verkauf noch einer Fusion mit einem anderen Unternehmen interessiert.

Der oft im Morgenmantel umgeben von «Playboy»-Models auftretende Hefner will mit Hilfe des Investmentfonds Rizvi Traverse alle Aktien des Medienunternehmens anderer Anteilseigner aufkaufen und bot pro Anteilsschein 5,50 Dollar an.

Dies entspricht einem Gesamtwert des Unternehmens von 185 Mio. Dollar. Hefner hält derzeit an zwei verschiedenen Aktientypen des «Playboys» 69,5 beziehungsweise 27,5 Prozent.

Laut FriendFinder Networks-Chef Marc Bell soll der 84-jährige «Playboy»-Gründer die redaktionelle Kontrolle über das Heft behalten und auf dem Anwesen «Playboy Mansion» wohnen bleiben dürfen. Hefner hatte das Männermagazin mit dem Hasen im Logo 1953 in Chicago gegründet, es erscheint heute in mehr als 150 Ländern.

Seit November 1971 ist das Unternehmen an der Börse vertreten. Im vergangenen Jahr machte das Heft aber weniger mit Fotos leicht bekleideter Frauen als vielmehr mit Finanzproblemen von sich reden: Es verlor mehrere Millionen Dollar, ein Sparplan sah eine Verringerung der Auflage sowie die Schliessung von Büros vor.

(sda)

Deine Meinung