Aktualisiert 28.02.2014 11:49

Gesundheits-App

Per App den Arzt konsultieren

Medgate lanciert eine App, mit der sich Patienten von einem Arzt beraten lassen können. Auch Bilder von Hautveränderungen können übermittelt werden.

von
Dorothea Vollenweider
Mit der neuen App von Medgate können auch Arzttermine vereinbart werden.

Mit der neuen App von Medgate können auch Arzttermine vereinbart werden.

Eine Arztkonsultation auf Knopfdruck – das macht eine neue App des Telemedizin-Dienstleisters Medgate möglich. Der 360° Healthmanager soll Patienten jederzeit einen mobilen Zugang zur medizinischen Versorgung gewährleisten. Die App bietet Patienten nicht nur eine Arztkonsultation über das Telemedizinische Zentrum von Medgate, sondern ermöglicht auch das Übermitteln von Fotos beispielsweise von Hautveränderungen. Auch Medikamente können im Rahmen einer Telekonsultation direkt bestellt werden. Zudem verfügt die App über eine Notfalltaste. Sie ist seit Mittwoch gratis im App Store von Apple erhältlich und soll bald auch für Android-Mobiltelefone verfügbar sein.

Der Dienst ist als zusätzlicher Service für Medgate-Kunden gedacht, die bei ihren Krankenkassen ein alternatives Versicherungsmodell nutzen – beispielsweise ein Telmed-Modell, bei dem sich der Patient bei Beschwerden als Erstes telefonisch beraten lassen muss. Je nach Gesundheitsbild wird er dann abschliessend von einem Arzt am Telefon beraten oder bei Bedarf in eine Praxis überwiesen.

Telemedizin weiter fördern

Grundsätzlich kann die App jedoch von jedem benutzt werden: «Je nach Krankenkasse variiert der Funktionsumfang», erklärt Cédric Berset, Leiter Marketing, Kommunikation und Verkauf von Medgate. Derzeit haben rund vier Millionen Versicherte über ihren Krankenversicherer Zugang zu einer Medgate-Dienstleistung. «Rund 4000-mal pro Tag klingelt bei uns das Telefon.»

Für den Krankenkassen-Experten Felix Schneuwly von Comparis ist die App ein weiterer Schritt in die richtige Richtung: «Es wird das Modell der Telemedizin weiter fördern», sagt er. Vorausgesetzt die Prozesse im Hintergrund seien gut organisiert. «Dass jetzt auch noch Bilder gesendet werden können, vergrössert das Potential von Telemedizin weiter», so Schneuwly. Für ihn ist klar: Langfristig wird sich Telemedizin in der Schweiz zum Standard etablieren.

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