Per Bike in Sri Lanka Verborgenes entdecken
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Per Bike in Sri Lanka Verborgenes entdecken

Dschungel, Tempel-Anlagen und Tee-Berge: Das Landesinnere Sri Lankas lohnt sich, von Touristen entdeckt zu werden – etwa per Velo.

Nach innenpolitischen Unruhen droht nun die Flutkatastrophe den Tourismus von der Trauminsel im indischen Ozean fernzuhalten. Dabei bietet Sri Lanka fern der Küsten überwältigende Landschaften mit kulturellen Attraktionen wie den Felsen-Palast von Sigirya, die Höhlentempel von Dambulla oder den Zahntempel in Kandy. Jetzt zu reisen macht Sinn: So kommt die noch junge Tourismusbranche nicht landesweit zum Erliegen – Gefühle, als «Katastrophen-Touri» zu reisen, tilgt die überwältigende Herzlichkeit den heimischen Singhalesen und Tamilen.

Ein Lächeln mit Kopfschütteln erntet bei den Bewohnern hingegen die Idee, die Insel per Velo zu erkunden. Dabei ist das Naturparadies dafür wie geschaffen – dank überschaubarer Grösse, wenig befahrenen Nebenstrassen sowie abwechslungsreicher Landschaft. Per Rad trifft man die Bevölkerung fern der Touristenorte, in den Reisfeldern oder beim Teepflücken. Und mit Glück erspäht man nebst exotischen Vögeln, Schmetterlingen und Affen gar Elefanten, Krokodile und Leoparde.

Während in den tropischen Dschungelgebieten Flussquerungen auch der Abkühlung dienen, herrscht auf den Hochebenen ein angenehm mildes Klima. Die endlosen Abfahrten durch die Teeberge – etwa um das einst von den Engländern als Höhenkurort genutzte Nuwara Eliya (1890 m. ü. M.) – lassen das Herz jedes Bikers freudig hüpfen.

Die Energie dafür spenden unterwegs nebst süssen Früchten passenderweise «Wade» genannte Teigtaschen. Abends geniesst man Reisgerichte mit diversen Curry-Beilagen.

Olivier Joliat

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