01.07.2020 16:27

Sehr schlechter EmpfangPer Handy den Notruf alarmieren ist an diesem Ort praktisch unmöglich

Am Voralpsee kam es im August 2019 zu einem tödlichen Badeunfall. Nun hat die Stadt Massnahmen für eine höhere Sicherheit umgesetzt. Unter anderem gibt es neu ein Notruftelefon.

von
Michel Eggimann
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Seit letztem Donnerstag ist am Voralpsee ein Notruftelefon im Einsatz.

Seit letztem Donnerstag ist am Voralpsee ein Notruftelefon im Einsatz.

Gemeinde Grabs
Zudem gibt es beim Kiosk am See einen Defibrillator.

Zudem gibt es beim Kiosk am See einen Defibrillator.

Wikipedia/Adrian Michael
Letztes Jahr konnte ein vermisster Schwimmer nur noch tot aus dem See geborgen werden.

Letztes Jahr konnte ein vermisster Schwimmer nur noch tot aus dem See geborgen werden.

Kapo SG

Im letzten August musste ein Schwimmer tot aus dem Voralpsee geborgen werden. Er hatte zu einem Floss im See schwimmen wollen und wurde in der Folge vermisst. Die Gemeinde Grabs suchte darauf das Gespräch mit Fachleuten bei der Rettung, wie die Sicherheit am See gesteigert werden kann. Karin Blümli, die zuständige Gemeinderätin, sagt: «Neu hat es beim See ein Notruftelefon und beim Kiosk einen Defibrillator. So konnten wird die Sicherheit klar verbessern.» Es seien freiwillige Massnahmen, die nach den Gesprächen mit den Experten umgesetzt worden seien.

Man habe sich nach dem tödlichen Unglück grundsätzlich Gedanken gemacht, wie die Situation am Voralpsee verbessert werden könne – nicht nur für Schwimmer, sondern für jegliche Leute am See, also zum Beispiel auch für Wanderer.

Sichere Verbindung zum Notruf möglich

Wie «FM1 Today» schreibt, ist es das erste Schweizer Notruftelefon an einem See überhaupt. Nötig wurde es, weil der Handyempfang am Voralpsee schlecht ist. Joël Rodi, Präsident der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG), sagt: «Der Handyempfang am Voralpsee ist stark eingeschränkt bis gar nicht erst vorhanden.» Dank des Telefons sei eine sichere Verbindung zum Notruf 144 möglich.

Rodi ist nicht sicher, ob der Unfall im letzten Jahr mit dem Notruftelefon hätte verhindert werden können, denn der verunglückte Mann sei längere Zeit unter Wasser gewesen. Was Rodi dennoch klarstellt: «Grundsätzlich gilt es aber, die Zeit, bis der Rettungsdienst eintrifft, möglichst kurz zu halten.» Und deswegen sei es möglich, dass in Zukunft auch an anderen Gewässern ein Notruftelefon installiert wird.

So funktioniert eine Wiederbelebung bei Ertrinkungsunfällen in Zeiten von Corona.

Video: SLRG

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36 Kommentare
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Pipo

02.07.2020, 19:56

"...Nun hat die Stadt Massnahmen für eine höhere Sicherheit umgesetzt... " Was für eine Stadt denn?

Wanderer

02.07.2020, 17:47

Man hätte auch einen mobilfunkantenne monieren können, jeder hätte dann mit natel sofort vom unfallort telefonieren können, so muss man zuerst zum nottelefon hinabsteigen oder dorthin rennen....minuten sekunde entscheiden über leben und tod. Humbug dieses Nottelefon.

Michael

02.07.2020, 17:24

Was nützt ein fest installiertes Notruftelefon, wenn die Swisscom wiedermal einen Totalausfall hat?