Super League: Perfekter Einstand für Murat Yakin

Aktualisiert

Super LeaguePerfekter Einstand für Murat Yakin

Torreiche Partie im Letzigrund: GC feiert den nächsten Heimsieg gegen Sion und schliesst in der Tabelle zu den Wallisern auf.

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Perfekter Einstand: Murat Yakin feiert im ersten Spiel den ersten Sieg.

Perfekter Einstand: Murat Yakin feiert im ersten Spiel den ersten Sieg.

Keystone/Walter Bieri
Mann des Spiels: Trotz Niederlage zeichnet sich Pajtim Kasami als Torschütze sowie mit einem Assist aus und drückt dem Sittener Spiel seinen Stempel auf.

Mann des Spiels: Trotz Niederlage zeichnet sich Pajtim Kasami als Torschütze sowie mit einem Assist aus und drückt dem Sittener Spiel seinen Stempel auf.

Keystone/Walter Bieri
Traumtor: Emil Bergström knallt das Leder aus 25 Metern volley zum 2:2 in die Maschen.

Traumtor: Emil Bergström knallt das Leder aus 25 Metern volley zum 2:2 in die Maschen.

Keystone/Marcel Bieri

Schon in Basel hatte Murat Yakin stets betont, nicht mit Spektakel überzeugen zu wollen. «Was zählt, ist das Resultat», sagte er jeweils. Insofern ist die Rückkehr als Trainer in die Super League nach 1211 Tagen gelungen. Und erstmals seit dem 4:1 in Vaduz Anfang Mai erzielte GC mehr als zwei Tore.

Die Moral stimmt

Die Grasshoppers bewiesen gegen Sion Nehmerqualitäten. Sie kämpften sich zweimal zurück, auch wenn Emil Bergströms 2:2 fast aus dem Nichts kam. Und sie schafften es nach dem 3:2 in der 55. Minute durch Runar Mar Sigurjonsson, das Spiel so zu beruhigen, dass Sion gar keine Chance auf den Ausgleich mehr hatte.

Spektakuläre Momente im Spiel der Grasshoppers gab es gleichwohl. Etwa Jeffrens Aussenrist-Steilpass auf Lucas Andersen, der die Vorlage zum 1:1 verwertete. Oder Bergströms Abschluss aus rund 24 Metern via Pfosten zum erneuten Ausgleich.

Derweil in Niederhasli die Ära von Yakin eben erst begonnen hat, könnte im Wallis die Diskussion um die Besetzung des Trainerpostens vielleicht schon bald beginnen. Paolo Tramezzani hat mit Sion aus den letzten fünf Spielen nur zwei Punkte geholt. Er wird sich nach dem Auftritt in Zürich vorwerfen lassen müssen, dass sein neu mit einer Viererabwehr spielendes Team zweimal einen Vorsprung verspielte. Vom 1:0 zum 1:1 dauerte es neu Minuten, vom 2:1 zum 2:2 eine Viertelstunde.

Mann des Spiels

Immerhin gab es Lichtblicke für Tramezzani und Sion. Pajtim Kasami deutete zumindest in der ersten Halbzeit an, welch wichtige Rolle er einnehmen könnte. Der am letzten Tag der Transferperiode aus Griechenland geholte Mittelfeldregisseur spielte Marco Schneuwly vor dem 1:0 nach Balleroberung im Mittelfeld den perfekten Steilpass in den Lauf, das 2:1 erzielte Kasami selber. Die physische Präsenz und die Leaderqualitäten des Zürchers könnten Sion in den nächsten Wochen auf der Suche nach mehr Konstanz eine grosse Hilfe sein.

Grasshoppers - Sion 3:2 (2:2)

6000 Zuschauer - SR Tschudi

Tore: 10. Schneuwly (Kasami) 0:1. 19. Andersen (Jeffren) 1:1. 27. Kasami (Cunha) 1:2. 42. Bergström 2:2. 55. Sigurjonsson 3:2.

Grasshoppers: Lindner; Bergström, Vilotic, Zesiger; Lavanchy, Bajrami (87. Pnishi), Sigurjonsson (79. Pickel), Doumbia; Jeffren, Andersen; Bahoui (62. Pusic).

Sion: Mitrjuschkin; Bamert, Zverotic, Kukeli, Lenjani; Kasami, Milosavljevic (62. Maceiras), Zock; Uçan (80. Mboyo), Cunha; Schneuwly (79. Acquafresca).

Bemerkungen: Grasshoppers ohne Basic, Sion ohne Adão, Adryan, Carlitos, Constant, Cümart, Dimarco, Mveng, Ricardo (alle verletzt), Fickentscher und Toma (beide gesperrt). 74. Tor von Jeffren aberkannt (Offside).

Verwarnungen: 50. Zock (Foul). 58. Bamert (Foul). 91. Doumbia (Unsportlichkeit).

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