Aktualisiert 23.06.2015 17:00

«Wer wird Millionär?»Persönliche Gespräche mit Jauch sind tabu

Lange durfte sie nicht träumen: Tanja Fuss ist bei «Wer wird Millionär?» schon an der ersten Frage gescheitert. Wie es hinter den Kulissen wirklich zu- und hergeht, erzählt jetzt ein Insider.

von
scy

Ihr Auftritt war kurz und nicht eben sonderlich erfolgreich. Die Aachener Studentin Tanja Fuss konnte die 50-Euro-Frage nicht beantworten und musste gleich wieder nach Hause (20 Minuten berichtete).

Eine Frage, die die 20-Jährige aber hätte beantworten können, ist jene, was eigentlich hinter den Kulissen der RTL-Sendung passiert. Ein Insider hat Bild.de nun diverse Einzelheiten verraten.

Jauch kommt erst kurz vor der Show

So dürfen die Kandidaten nicht zu schnell antworten. Schliesslich sollen die Zuschauer daheim selber auch mitraten dürfen. Vor der eigentlichen Aufzeichnung kommt es zu einem Probedurchgang: Alle Teilnehmer dürfen auf dem prominenten Stuhl Platz nehmen. Jauch selber ist allerdings nicht vor Ort und wird von einem Mitarbeiter vertreten.

Zwingend mitbringen müssen alle einen Ausweis. So soll verhindert werden, dass jemand falsche Angaben macht oder zweimal an der Sendung teilnimmt.

Der Moderator selbst taucht erst wenige Minuten vor der Show auf. Persönliche Gespräche oder Fotos sind strikt untersagt, damit niemand den 58-Jährigen beeinflussen kann. Das Studio ist ausserdem massiv kleiner, als es im TV aussieht.

Strikte Kleidervorschriften

Der Backstage-Bereich sieht laut Bild.de eher trostlos aus. Dort sitzen auch die Reserve-Kandidaten. Sie stammen aus der Nähe von Köln, dort, wo sich auch das Studio befindet, und springen ein, falls jemand kurzfristig ausfallen sollte.

Die Teilnehmer müssen zudem bis zu fünf farblich unterschiedliche Outfits mitbringen. Nicht erlaubt sind etwa komplett weisse oder schwarze Oberteile, knallrote Kleidung sowie Shirts mit aufgedruckten Logos.

Die «WWM»-Redaktion versorgt Jauch zuvor mit Informationen zu den Kandidaten. Diese stehen dann auf den Moderationskarten. Was er in der Sendung wann aufgreift, ist ihm überlassen. Manche Themen werden zum Teil auch gar nicht angesprochen oder später rausgeschnitten.

Stressiger Tag für die Kandidaten

Der Tag der Aufzeichnung ist für die ausgewählten Teilnehmer alles andere als erholsam: Schon gegen Mittag müssen sie sich in Köln-Hürth einfinden, gedreht wird aber erst in den Abendstunden. Die Wartezeit ist lang.

Hat es jemand auf den begehrten Ratestuhl geschafft, wird die Sendung kurz unterbrochen. Die jeweilige Person muss verkabelt werden, die Begleitperson setzt sich an einen bestimmten Platz ins Publikum. Dann geht es los.

Das Geld gibts 10 bis 14 Tage später

Ein kurzes Plauderstündchen mit dem Gastgeber gibt es dann erst nach der Show. Jetzt dürfen offizielle Fotos geschossen werden, die die Kandidaten einige Woche nach der Sendung per Post erhalten.

Wer Geld gewinnt, muss seine persönlichen Kontodaten angeben. Überwiesen wird die Summe laut «WWM»-Regeln 10 bis 14 Tage nach der Ausstrahlung.

Sehen Sie in unserem Video: die peinlichsten Antworten von Quizshow-Kandidaten aller Zeiten.

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