Wahlen in Turkmenistan: Personenkult um den «Beschützer» geht weiter
Aktualisiert

Wahlen in TurkmenistanPersonenkult um den «Beschützer» geht weiter

Präsidentschaftswahlen in Turkmenistan sind eigentlich schon entschieden, bevor sie überhaupt angefangen haben. Auch diesmal wurde Präsident Gurbanguli Berdymuchamedow wiedergewählt.

Um den autoritären Staatschef Berdymuchamedow gibt es einen unglaublichen Personenkult.

Um den autoritären Staatschef Berdymuchamedow gibt es einen unglaublichen Personenkult.

Bei den Präsidentschaftswahlen im zentralasiatischen Turkmenistan ist Amtsinhaber Gurbanguli Berdymuchamedow nach offiziellen Angaben wiedergewählt worden. Der Präsident habe 97,14 Prozent der Stimmen erhalten, teilte die Wahlkommission am Montag nach Auszählung fast aller Stimmzettel mit.

Berdymuchamedow war gegen sieben andere Kandidaten angetreten, die alle aus der Führungselite der autoritär regierten früheren Sowjetrepublik stammten. Oppositionsparteien waren bei der Wahl nicht zugelassen.

Berdymuchamedow trat 2007 die Nachfolge von Saparmurat Nijasow an, der nach 21 Jahren unumschränkter Herrschaft an Herzversagen gestorben war.

Das Tor zür Hölle

Personenkult um Berdymuchamedow

Um den autoritären Staatschef Berdymuchamedow gibt es einen ähnlichem Personenkult wie um seinen Vorgänger. Nijasow liess sich als «Turkmenbaschi», der Vater aller Turkmenen, verehren, Berdymuchamedow trägt den Beinamen «Arkadag» («Beschützer»).

Die erdgasreiche ehemalige Sowjetrepublik zählt zu den isoliertesten Staaten der Welt. Beobachter aus westlichen Staaten wurden bei der Wahl nicht zugelassen. (sda)

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