Peru: Vier Tote bei Bergarbeiterstreik
Aktualisiert

Peru: Vier Tote bei Bergarbeiterstreik

Wegen einer Strassenblockade durch Bergarbeiter in der Nähe der peruanischen Hauptstadt Lima sind vier Menschen ums Leben gekommen.

Zwei der Opfer waren wegen der Blockade nicht rechtzeitig ins Spital gelangt.

Ein erkranktes Baby und ein 25-jähriger herzkranker Mann seien am Vortag wegen des Verkehrsstaus nicht rechtzeitig ins Spital gekommen und gestorben, berichteten nationale Medien am Samstag unter Berufung auf die Polizei.

Ein Demonstrant sei bei Zusammenstössen mit der Polizei erschossen worden. Ein zweiter Arbeiter sei von einem Berghang gestürzt. Etwa 30 Menschen seien verletzt worden. Gemäss den Medienberichten ging die Polizei am Freitag mit Schlagstöcken und Tränengas gegen die Arbeiter vor.

Hunderte Arbeiter der Silber- und Zinkmine Casapalca hatten die wichtige Ausfallstrasse blockiert, um gegen ihre Entlassung zu protestieren. Sie seien nur entlassen worden, weil sie gegen die harten Arbeitsbedingungen protestiert hätten.

In der Mine müssten die Kumpel zwölf Stunden täglich arbeiten und bekämen keine Überstunden bezahlt, sagten Gewerkschaftler. Kabinettschef Jorge Del Castillo bezeichnete das Vorgehen des Minenunternehmens als «missbräuchlich».

Dies rechtfertige aber nicht die extremen Kampfmassnahmen der Arbeiter, warnte er. Zeitweise sassen zehntausende Busse, Lastwagen und Autos wegen der Strassenblockade fest. (sda)

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