Aktualisiert 15.05.2007 12:23

Pet Shop Boys: Pop sollte nicht zu intelligent sein

Nach Ansicht der Pet Shop Boys sollte Pop nicht zu intelligent sein.

«Popmusik kann auch schmerzhaft dumm wirken, wenn ihre Verfasser sich zu clever gebärden», sagte der Sänger Neil Tennant der Tageszeitung «Hamburger Morgenpost». Guter Pop sei unterhaltend, banal und intelligent. Die vermeintliche Kluft zwischen so genannter niederer und höherer Kunst habe das britische Duo, das für Hits wie «West End Girls» und «Go West» bekannt ist, schon immer gereizt. «Ein Pop-Fan kann genauso snobistisch sein wie ein Museumsdirektor», sagte Chris Lowe.

Das Duo will seine Songs nicht mit dem Begriff «schwule Musik» betitelt sehen. Wer davon rede, drücke lediglich wohlwollend seine Homophobie aus, weil er kategorisiere, sagte Tennant. Disco und House seien zwar aus der Unterdrückung der Schwulen entstanden, gehören aber längst allen Menschen. «Heute leben wir in einem viel liberaleren Klima, was Klischees und Stereotype hinfällig macht», sagte der Musiker. Dass es in Hamburg und Berlin schwule Bürgermeister gebe, zeige, dass Homosexualität nicht mehr Aufsehen erregend sei.

Die Pet Shop Boys, die ihre grössten Erfolge in den 80er Jahren feierten, sind zur Zeit auf Tournee. Heute Abend spielen die Briten ab 20.00 Uhr im Zürcher Volkshaus. (dapd)

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