Sepp Blatter: «Petarden gehören nicht ins Stadion»
Aktualisiert

Sepp Blatter«Petarden gehören nicht ins Stadion»

FIFA-Präsident Sepp Blatter hat mit seinem Faux-Pas zum Thema Rassismus wenig Fingerspitzengefühl bewiesen und sich dafür entschuldigt. Dem mächtigsten Fussballfunktionär der Welt brennt aber noch ein anderes Thema unter den Fingernägeln.

von
res

Der 75-jährige Oberwalliser ist seit 1975 für die FIFA tätig und hat schon so manches gesehen und erlebt. Momentan beschäftigt ihn der Schweizer Fussball mehr, als ihm lieb sein kann. In einem Interview mit der «az» nahm Sepp Blatter kein Blatt vor den Mund und nahm Stellung zum Hooligan-Problem in der Schweiz.

Petarden gehören nicht aufs Fussballfeld

Das Thema bereitet Sepp Blatter Kopfschmerzen, aber auch er kennt kein Allheilmittel zur Besserung: «Die Institution Fussball hat 300 Millionen Mitglieder, das entspricht der Bevolkerung der USA. Wo so viele Menschen involviert sind, wird es immer schwarze Schafe geben, das konnen Sie unmoglich verhindern.»

Für den Fussballliebhaber Blatter haben Petarden nichts im Stadion verloren: «Petarden gehören nicht aufs Fussballfeld. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis», ereifert sich der FIFA-Boss. «Wenn es in der Schweiz nicht klappt, muss ich annehmen, dass der Verband und die Klubs den Willen dazu nicht aufbringen», fährt Blatter eine Breitseite gegen den Schweizer Fussballverband und die Klubs.

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Über den Einsatz von Polizei wird schon seit längerem heftig diskutiert - was hält Blatter zu Polizeipräsenz im Stadion? «Die Klubs mussen enger mit der Polizei zusammenarbeiten.»

Imageschaden für Schweizer Fussballfans

Petarden und andere Feuerwerkskorper verstossen gegen die von der FIFA definierten Sicherheitsbestimmungen, denen sich die Verbände zu beugen haben. In der Schweiz geht man das Problem aber nur zögerlich und unentschlossen an: «Das ist schlimm fur das Image der Schweizer Fussballfans», so Blatter weiter. «Im Ausland heisst es dann, die Fans haben Spass am Abfackeln von Pyros und nehmen solche auch noch an Auswartsspiele im Ausland mit!»

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