Knastbruder: Pete Doherty soll in Berlin ins Gefängnis
Aktualisiert

KnastbruderPete Doherty soll in Berlin ins Gefängnis

Dem englische Skandalrocker Pete Doherty droht in Deutschland eine Haftsstrafe, wenn er seine Busse von knapp 40 000 Franken nicht bezahlt.

Die Staatsanwaltschaft hat Pete Doherty aufgefordert, wegen einer nicht bezahlten Geldstrafe für ein demoliertes Auto in Höhe von 40 000 Franken eine 30-tägige Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Plötzensee anzutreten, wie Sprecherin Silke Becker auf dapd-Anfrage sagte. Der Brief sei kürzlich an Dohertys Adresse in London verschickt worden. «Ich bezweifle, dass er ihn schon hat», sagte Becker.

Deutschlandweiter Haftbefehl?

Der Musiker hat der Sprecherin zufolge nach Erhalt des Schreibens zwei Wochen Zeit, um zu reagieren. «Er kann die Strafe jederzeit bezahlen und die Haft abwenden», sagte Becker. Auch im Gefängnis könne sich Doherty noch entschliessen, die Summe minus der bereits abgesessenen Tagessätze über 1300 Franken zu entrichten. Sollte Doherty nicht reagieren, werde sicherlich ein deutschlandweiter Haftbefehl ausgeschrieben, sagte Becker.

Im Vollrausch randaliert

Die Geldstrafe war verhängt worden, weil der Ex-Freund von Supermodel Kate Moss im Dezember 2009 im Vollrausch in Berlin randaliert und ein Auto beschädigt hatte. Bei deutschen Polizisten ist der in seiner Heimat wiederholt durch Drogen- und Alkoholexzesse aufgefallene Sänger kein Unbekannter. Im März hatten Doherty und ein Begleiter zugegeben, im Alkoholrausch versehentlich die Scheibe eines Regensburger Plattenladens eingeschlagen zu haben. Der Polizei zufolge hatten die Männer auch eine Gitarre und eine Schallplatte aus der Schaufensterauslage mitgenommen.

(dapd)

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