Musizieren in Trams: Petition eingereicht – Bernmobil gelassen

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Musizieren in TramsPetition eingereicht – Bernmobil gelassen

Rund 800 Personen haben eine Petition unterschrieben, die gegen eine Bewilligungspflicht für Strassenmusiker in Trams und Bussen ist. Bei Bernmobil hat man diese zur Kenntnis genommen.

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aha/sda
Rolf Meyer, Mediensprecher von Bernmobil, nimmt die Unterschriften von Soraya Hug von der Jungen Alternativen am Mittwochmittag in Empfang.

Rolf Meyer, Mediensprecher von Bernmobil, nimmt die Unterschriften von Soraya Hug von der Jungen Alternativen am Mittwochmittag in Empfang.

Kein Anbieter/zvg

Mitte März wurde bekannt, dass Bernmobil vorhat, eine Bewilligungspflicht für Strassenmusiker einzuführen. Dagegen bildete sich rasch Widerstand: Die Stadtberner Verkehrsbetriebe Bernmobil sollen auf eine Bewilligungspflicht für Strassenmusik in Trams und Bussen verzichten. Das fordern gut 800 Personen, die eine Petition der Jungen Alternative (JA!) unterzeichnet haben.

Die Bittschrift mit dem Titel «Uns gefällt Musik im Tram» wurde am Mittwoch an Bernmobil übergeben, wie die Partei mitteilte. «Es darf nicht sein, dass in der Stadt immer mehr Bereiche des öffentlichen Lebens reglementiert, kontrolliert und überwacht werden», erklärte die JA!-Aktivistin Soraya Hug.

Bewilligungspflicht wird bald eingeführt

Bei Bernmobil hat man die Petition zur Kenntnis genommen, wie Mediensprecher Rolf Meyer auf Anfrage von 20 Minuten sagt. Auswirkungen werde diese aber nicht haben: «Wir sind der Meinung, dass auf die Forderungen der Petition genügend eingegangen wird.» Die Strassenmusiker sollen schliesslich nicht komplett aus den Trams und Bussen verbannt werden, sondern lediglich zuvor eine Bewilligung einholen müssen. «Damit wollen wir vor allem die negativen Auswirkungen vermindern», so Meyer. So sollen Musikanten die Fahrgäste nicht aktiv um einen Batzen bitten dürfen, sondern höchstens einen Hut auf den Boden stellen. «Die Petition fordert eine komplette Liberalisierung, was wir nicht umsetzen können», erklärt Meyer weiter. Würden Passagiere tagtäglich beschallt, stiegen die Beschwerden an.

Noch ist die Bewilligungspflicht nicht in Kraft. «Das wird aber in den nächsten Wochen geschehen», sagt Meyer. Sobald der genaue Zeitpunkt bekannt sei, werde das Unternehmen kommunizieren.

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