Bluttat von Basel: Petition fordert Gedenkstein für Ilias (†)
Aktualisiert

Bluttat von BaselPetition fordert Gedenkstein für Ilias (†)

Im Gotthelf-Quartier, in dem der kleine Ilias von einer 75-Jährigen im März niedergestochen wurde, soll ein Gedenkstein an die Tragödie erinnern. Das fordert eine Petition.

von
lha

Auch drei Wochen nach der Bluttat von Basel, bei der die 75-jährige A. F.* den siebenjährigen Ilias M.* mit einem Messer jäh aus dem Leben riss, erinnert am Tatort am St.-Galler-Ring noch ein Blumenmeer an die Tragödie. Irgendwann werden die Blumen und Kerzen verschwunden sein. Wider das Vergessen soll am Tatort aber eine Gedenktafel errichtet werden. Das fordert eine Online-Petition auf der Plattform Petitio.ch.

«Ich und viele andere Menschen fordern mit dieser Petition, dass die Stadt Basel an der Unglücksstelle im Gotthelf-Quartier am St.-Galler-Ring in Basel einen Gedenkstein für Ilias M. errichtet.» Mit einem Satz begründet der Petent aus Biberist seinen Wunsch.

Ob die Stadt dafür Gehör hat, ist unklar. Öffentliche Gedenkelemente sind in der Regel historischen Figuren und Ereignissen gewidmet. Das muss aber nicht heissen, dass eine Gedenktafel für Ilias chancenlos ist. «Die Petition bedarf einer gesamthaften Betrachtung durch das für die Beantwortung zuständige Gremium», erklärt Regierungssprecher Marco Greiner gegenüber der bz Basel. Zuständig ist, je nachdem, wo die Petition eingereicht wird, die Regierung oder der Grosse Rat.

Zweifel an Schuldfähigkeit der Täterin

Die Täterin befindet sich in Untersuchungshaft, psychologische Abklärungen werden derzeit durchgeführt. Bei der 75-jährigen A. F.* bestehen Zweifel an ihrer Schuldfähigkeit. Die Frau fühlte sich schon seit Jahrzehnten als Behörden-Opfer und begründete die Bluttat damit, dass sie sich Gehör verschaffen wollte, weil ihr keiner zuhörte.

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