Aktualisiert 25.06.2009 19:48

St. Galler MarktplatzPetition fordert Mitsprache für das Volk

Gegen die Umgestaltung des Marktplatzes wurde eine Petition lanciert. Sie fordert, dass die Bevölkerung beim Projekt mitreden kann.

von
Raphael Labhart

Nach der Projekt-Präsenta­tion für die Neugestaltung von Markplatz und Bohl hagelte es von vielen Seiten Kritik. Der Architekt Alfredo Reimann will nun der Opposition eine Stimme geben und hat eine Petition lanciert, die fordert, dass die Bevölkerung und das Gewerbe bei der Neugestaltung miteinbezogen werden. «Hier wurde einfach von oben herab etwas diktiert», so Reimann. Ein Dorn im Auge ist ihm beispielsweise, dass in der neuen Markthalle nur noch ein Anbieter pro Sparte zugelassen wird.

Baudirektorin Elisabeth Beéry kann die Aufregung nicht nachvollziehen: «Wir sind noch an der Ausarbeitung des Projekts, die Bedürfnisse werden fortlaufend abgeklärt», so Beéry. Obwohl sie die Petition nicht überrascht, glaubt sie weiterhin an das Projekt. Reimann hingegen spürt, dass viele St. Galler dagegen sind. «In wenigen Tagen haben wir bereits 500 Unterschriften gesammelt», sagt er. Gleichzeitig bereitet er schon das Referendum vor, falls das Stadtparlament im Herbst das Projekt genehmigen sollte. Es wäre nicht das erste Mal: Bereits 2006 war er mit einem Referendum gegen die Umnutzung des Güterbahnhofs, ein Grossprojekt der Stadt, erfolgreich.

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