Luzern: Petition gegen Knascht eingereicht
Aktualisiert

LuzernPetition gegen Knascht eingereicht

Der Knascht kommt nicht zur Ruhe: Jetzt haben Anwohner bei Stadt und Kanton eine Petition gegen den Club eingereicht.

von
Daniela Gigor
Lärmig: Der Club Knascht. (ras)

Lärmig: Der Club Knascht. (ras)

«Wir sind der Meinung, dass der Club-Betrieb im Knascht dem ursprünglich bewilligten Nutzungszweck des ehemaligen Zentralgefängnisses widerspricht», sagt ein Anwohner. Wie alle anderen Personen, die die Petition unterschrieben haben, will auch er aus Angst vor den Club-Betreibern anonym bleiben. In der Petition fordern sie unter anderem, dass die ursprüngliche Benützung im Baurechtsvertrag überprüft wird. «Der Kanton verweigert uns bisher jegliche Einsicht in den Vertrag», ärgert sich der Anwohner. Dem widerspricht Kantonsbaumeister Urs Mahlstein. «Mir sind keine Anfragen bekannt.»

Fakt ist: Gemäss einem offiziellen Dokument der Stadt waren im ehemaligen Gefängnis am Löwengraben eine Jugendherberge mit Restaurant, Bar sowie Büros geplant – von einem lärmintensiven Club war nicht die Rede. Besitzerin des Gebäudes ist die ZG Immobilien AG, die der Gebr. Amberg Bauunternehmung AG aus Kriens gehört. Laut Bruno Amberg ist der Club sehr wohl legal. «Die Umnutzung des Restaurants in den Knascht-Club wurde der Zarogastro GmbH vom Kanton bewilligt, allerdings bevor wir das Gebäude im Dezember 2005 übernommen hatten.» Die jeweiligen Bewilligungen seien vom Kanton immer als «befristeter Versuch» erteilt worden.

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