Aktualisiert 01.06.2011 17:25

Juso Schweiz

Petition gegen Steuerprivileg der Fifa

Solidar Suisse und die Jungsolzialisten JUSO Schweiz lancieren gemeinsam die Vorlage «Schluss mit Steuerbefreiung für die FIFA».

Die Privilegierung des Weltfussballverbandes FIFA als «gemeinnützige Organisation» sei angesichts der anhaltenden Korruptionsskandale, Bestechungsvorwürfe und Ignoranz gegenüber von Menschen- und Arbeitsrechten nicht mehr zu rechtfertigen, erklärten die beiden Organigsationen am Mittwochabend.

Die Petition an Bundesrat und Parlament fordert die Aufhebung der Steuerprivilegien für die FIFA. Die FIFA hat für die Finanzperiode 2007-2010 gemäss Finanzbericht 2008 und 2010 Ertragssteuern in der Höhe von rund drei Millionen Franken bezahlt. Wäre sie wie ein normales KMU besteuert worden, hätte sie allerdings 180 Millionen Franken bezahlen müssen!

«Die FIFA hat sich in Südafrika bei der WM 2010 von allen Steuern befreien lassen - mit dem Argument, sie sei in der Schweiz steuerpflichtig. Für die Fifa resultierte eine Gewinn von 2,35 Milliarden Franken - für Südafrika ein Verlust von 3 Milliarden. Dieses Geld fehlt nun in Südafrika für den Kampf gegen Armut», empört sich Hans-Jürg Fehr, Präsident von Solidar Suisse.

FIFA-PK im Ausnahmezustand

David Roth, Präsident der JUSO Schweiz meint: «Die FIFA ist ein milliardenschwerer Geldesel, ihre obersten Manager gönnen sich fürs vergangene Jahr einen Bonus von 50 Millionen Franken. Dass sich diese Organisation noch als 'gemeinnützig' bezeichnet, ist einfach nur lachhaft». (sda)

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