Viel beschäftigter Naticoach: Petkovic macht nur kurze Weihnachtsferien
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Viel beschäftigter NaticoachPetkovic macht nur kurze Weihnachtsferien

Vladimir Petkovic reist über die Festtage in seine Heimat Sarajevo. Für die Nationalmannschaft sieht der Coach gute Perspektiven.

von
Peter Berger
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Natitrainer Vladimir Petkovic geniesst die Festtage in Sarajevo.

Natitrainer Vladimir Petkovic geniesst die Festtage in Sarajevo.

Keystone/Peter Schneider
Petkovic (M.) mit seinen Vorgängern Ottmar Hitzfeld (l.) und Köbi Kuhn (r.) bei der Vorstellung des Buches «Das Goldene Buch des Schweizer Fussballs» am 11. Dezember 2014 in Bern.

Petkovic (M.) mit seinen Vorgängern Ottmar Hitzfeld (l.) und Köbi Kuhn (r.) bei der Vorstellung des Buches «Das Goldene Buch des Schweizer Fussballs» am 11. Dezember 2014 in Bern.

Keystone/Peter Schneider
Für die Nati sieht Petkovic gute Perspektiven.

Für die Nati sieht Petkovic gute Perspektiven.

Keystone/Georgios Kefalas

Vladimir Petkovic, die meisten Ihrer Nationalspieler sind nun in den Ferien. Sie auch?

Petkovic: Ich reise über Weihnachten und Neujahr ein paar Tage nach Sarajevo, aber danach werde ich wieder viele Spiele anschauen und Kontakte pflegen.

An Silvester werden jeweils Millionen SMS verschickt. Lassen Sie den Spielern auch Neujahrsgrüsse zukommen?

Nicht auf diese Weise. Den einen oder anderen Kontakt wird es aber sicher geben. Wichtig ist, dass mit den Spielern eine kontinuierliche Beziehung besteht. Der Austausch braucht nicht zu intensiv sein, sonst kann er rasch monoton werden, aber die Kommunikation muss gut sein. Ich erwarte von den Spielern, dass sie mich auch aktiv informieren. Da reichen oft zwei, drei Worte wie «wieder voll im Training», «90 Minuten gespielt» oder «physisch alles gut». Diesen Austausch müssen wir intensiv pflegen und laufend weiterentwickeln.

Haben Sie mit Xherdan Shaqiri diskutiert?

Er braucht jetzt Ruhe. Sicher ist er enttäuscht, dass er nicht öfter bei Bayern gespielt hat. Er ist ein guter Spieler, muss aber weiter an sich arbeiten.

Fänden Sie einen Wechsel im Winter sinnvoll?

Zu diesem Thema möchte ich nichts sagen.

In der Schweiz führt Basel mit acht Punkten Vorsprung. Ist die Super League schon entschieden?

Man weiss, dass es schnell gehen kann. Plötzlich braucht man nur noch eine Direktbegegnung, um aufschliessen zu können. Doch realistisch betrachtet, ist Basel schon das stärkste Team in der Liga. Der FCB hat ein tolles Kader und leistet schon seit vielen Jahren tolle Arbeit.

Kürzlich präsentierten Sie das Goldene Buch des Schweizer Fussballs. Welches sind Ihre goldenen Momente?

Zum Beispiel Meister mit Sarajevo, einige Aufstiege oder der Cupsieg in Italien mit Lazio im Römer Derby, der in der Schweiz jedoch nicht so hoch eingeschätzt wird wie in anderen europäischen Ländern. Dazu bin ich stolz, Nationaltrainer zu sein und zu sehen, welche Entwicklung wir bis jetzt gemacht haben. Diesen guten Beginn des Prozesses gilt es nun im März zu bestätigen, um noch besser zu werden. Die Mannschaft hat sehr gute Perspektiven, um noch erfolgreicher zu werden.

Vielleicht kommt ja ein goldener Moment 2016 an der EM in Frankreich dazu?

Hoffentlich. Wir arbeiten auf jeden Fall darauf hin.

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